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Real-Rätsel um Cucurella: „Wie ein schlechterer Spieler“
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Neth

Real-Rätsel um Cucurella: „Wie ein schlechterer Spieler“

Marc Cucurella steht nach dem durchwachsenen Saisonstart von Real Madrid zunehmend in der Kritik. Der spanische Weltmeister wechselte im Sommer für 55 Millionen Euro vom FC Chelsea zu den Königlichen, konnte die hohen Erwartungen bislang aber offenbar nicht erfüllen. Ein ehemaliger Real-Profi sieht die Gründe dafür allerdings nicht allein beim 28-Jährigen.

Nach der 1:2-Niederlage im Derby gegen Atlético Madrid ist die Kritik an Real Madrid erneut größer geworden. Auch Cucurella geriet dabei in den Fokus. Miguel Torres, der selbst einst für die Königlichen spielte, nahm den Linksverteidiger bei Movistar jedoch teilweise in Schutz.

„In Madrid gibt es keine Struktur. Cucurella sieht aus wie ein anderer Fußballer, er sieht sogar aus wie ein schlechter Fußballer – aber das liegt daran, dass es keine Struktur gibt“, erklärte Torres. Aus seiner Sicht fehlen dem Team klare Abläufe, die es den einzelnen Spielern ermöglichen, ihre Qualitäten auf den Platz zu bringen.

Torres sieht deshalb ein grundsätzliches Problem bei Real. „Es gibt keinerlei Automatismen“, kritisierte der ehemalige Verteidiger. Selbst hochkarätige Spieler könnten unter diesen Umständen Schwierigkeiten bekommen. „Wenn Rodri in Madrid wäre, würde er auch viele Mängel haben“, führte Torres weiter aus.

Dabei waren die Erwartungen an Real nach dem Transfersommer groß. Präsident Florentino Pérez investierte insgesamt rund 225 Millionen Euro in neue Spieler. Cucurella kam für 55 Millionen Euro aus London, nachdem er mit Spanien zuvor die Weltmeisterschaft gewonnen hatte.

Lob für den FC Barcelona

„Die Fans waren begeistert, als Florentino auf dem Markt aktiv wurde. Sie dachten, dass es dieses Mal klappt“, erklärte Torres.

Florentino Pérez
Foto: IMAGO

Der große Umbruch hat bislang allerdings noch nicht die erhoffte Wirkung entfaltet. Während Barcelona einen perfekten Start erwischte und die ersten sieben Ligaspiele allesamt gewann, steht Real nach der Derby-Niederlage erneut unter Druck: Nach sieben Spieltagen liegen die Königlichen bereits fünf Punkte hinter der Mannschaft von Hansi Flick.

Ausgerechnet für den FC Barcelona hatte Torres lobende Worte übrig: „Die Wochen vergehen und es spielt keine Rolle, wen Barça verpflichtet oder ob sie keinen Stürmer holen – alles funktioniert, weil sie eine gute Struktur haben.“

Für Cucurella geht es nach der Länderspielpause darum, seine Kritiker wieder verstummen zu lassen. Die nächste Gelegenheit bietet sich am 10. Oktober gegen Villarreal. Bis dahin dürfte bei Real vor allem die Frage im Mittelpunkt stehen, warum die individuell hochkarätig besetzte Mannschaft ihre Qualität bislang nur unzureichend auf den Platz bringt.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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