Footy
Wie Schalkes Gnabry-Transfer an fünf Millionen Euro scheiterte
SchakeTOTALSchakeTOTAL·VonPaul Sautter

Wie Schalkes Gnabry-Transfer an fünf Millionen Euro scheiterte

2016 hätte Schalke fast Serge Gnabry zum Schnäppchenpreis verpflichtet. Auch ein Transfer von Leandro Paredes scheiterte im selben Sommer.

Der Sommer 2016 hätte für Schalke 04 einige besondere Transfers bereithalten können. Nach dem Verkauf von Leroy Sané zu Manchester City suchten die Königsblauen einen Ersatz für den Offensivspieler. Trainer Markus Weinzierl hatte dabei Serge Gnabry im Blick. Gleichzeitig bemühte sich Schalke laut Medienberichten auch um Leandro Paredes.

Gnabry stand damals beim FC Arsenal unter Vertrag und war gerade einmal 21 Jahre alt. Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio spielte sich der Offensivspieler mit sechs Toren ins Rampenlicht und wurde Torschützenkönig des Turniers. Schalke führte anschließend sogar Gespräche mit dem heutigen Bayern-Star.

Weinzierl wollte Gnabry unbedingt als Nachfolger von Sané. Der Transfer scheiterte allerdings an der Ablöse und mit Frank Baumann schlug ein jetziger Schalker zu. Werder Bremen verpflichtete den Deutschen für lediglich fünf Millionen Euro und Gnabry schlug voll ein. Schalke war diese Summe offenbar zu hoch.

Weinzierl ärgerte sich später über die Entscheidung. „Ich hätte mich mehr durchsetzen müssen“, erklärte der damalige S04-Trainer rückblickend. Wenn der Verein Gnabry für fünf Millionen Euro als zu teuer eingestuft habe, hätte er sich noch stärker für eine Verpflichtung einsetzen müssen. Statt Gnabry investierte Schalke schließlich unter anderem 26,5 Millionen Euro in Breel Embolo. Insgesamt kamen im Sommer zehn neue Spieler für rund 43,3 Millionen Euro.

Gnabry wechselte dagegen ein Jahr später zum FC Bayern und entwickelte sich dort zu einem der besten Offensivspieler Europas. Heute steht er bei 59 Länderspielen und 26 Toren sowie 154 Torbeteiligungen in 264 Bundesliga-Partien. Zudem gewann er mit Bayern zehn nationale Titel und die Champions League.

Auch Weltmeister Leandro Paredes lag ein S04-Angebot vor

Neben Gnabry hatte Schalke im selben Sommer offenbar auch Leandro Paredes im Visier. Der damals 22-jährige Argentinier stand bei der AS Rom unter Vertrag und war an den FC Empoli ausgeliehen. Dort absolvierte er 33 Pflichtspiele und erzielte zwei Tore sowie eine Vorlage.

Leandro Paredes
Foto: IMAGO

Der damalige Manager Christian Heidel wollte den Konkurrenzkampf im zentralen Mittelfeld erhöhen. Paredes sollte Druck auf Johannes Geis und den jungen Leon Goretzka ausüben. Schalke gab laut italienischen Medien sogar ein konkretes Angebot für den Mittelfeldspieler ab.

Doch auch dieser Transfer kam nicht zustande. Paredes wollte sich mit seiner Entscheidung Zeit lassen, während weitere Klubs Interesse zeigten. Letztlich entschied sich die AS Rom gegen einen Verkauf. Schalke verpflichtete stattdessen Benjamin Stambouli für acht Millionen Euro von Paris Saint-Germain und lieh Nabil Bentaleb von Tottenham aus.

Quelle: SchakeTOTALZum Original

Kommentare