Fast ein Jahr lang spielte die deutsche Nationalmannschaft ohne ihn. In der Nations-League-Partie gegen die Niederlande (1:1) feierte Karim Adeyemi (24) sein Comeback in der DFB-Auswahl. Zu verdanken hat dies der frühere Dortmunder seiner Erfolgssträhne beim FC Barcelona.
In acht Einsätzen für die Katalanen erzielte Adeyemi drei Treffer, bereitete drei weitere vor. Meist kommt der Flügelflitzer als Joker zum Einsatz. Eine Nominierung für die Startelf gönnte ihm sein Trainer Hansi Flick (61) bislang erst dreimal.
Obgleich er zunächst meist auf der Bank sitzt, hat der gebürtige Münchener in Barcelona einen Traumstart hingelegt. Seine bereits sechs Scorerpunkte dürften Adeyemi nicht alle zugetraut haben. Doch der Ex-BVB-Stürmer bringt genau das Tempo und die Torgefahr mit, die sich sein Chef-Coach von ihm erhofft hat.
Flick lotste den Nationalspieler nach dessen stagnierender Entwicklung nach Katalonien und erhält nun die Belohnung für seinen Mut. Nach nur acht Spielen gehört Adeyemi neben dem überragenden Raphinha (29) zu den prägenden Figuren des Teams und hat sich bereits die Sympathien des Publikums gesichert.
„Ich muss die Sprache noch lernen, was mir sehr wichtig ist“, hat Adeyemi im Gespräch mit der Sportzeitung AS bereits ein Defizit ausgemacht. Doch er fühle sich „wirklich gut“ und freue sich darauf, „noch viel mehr Zeit hier zu verbringen“. Sein Vertrag mit Blaugrana läuft noch bis 2031.
Wahl zwischen Nigeria und Deutschland
Adeyemis Vater stammt aus Nigeria. Er hätte daher auch für die „Super Eagles“ auflaufen dürfen. Doch schon früh fiel die Entscheidung für den DFB. „Es macht mir Spaß, für Deutschland zu spielen, und es ist eine Ehre“, betont der 24-Jährige und ergänzt: „Manchmal fragt mich mein Vater: ‚Warum hast du nicht für Nigeria gespielt?‘ Aber ich bin glücklich mit Deutschland.“

Bevor Adeyemi in Dortmund groß herauskam, lief er in seiner Jugend ein Jahr lang für Bayern München auf (2010/11). Über die SpVgg Unterhaching, RB Salzburg und deren Farmteam FC Liefering fand er den Weg zum BVB. „Ich komme aus München und war daher Bayern-Fan“, gesteht der Stürmer. Doch „mit der Zeit wurde Borussia Dortmund zu meinem Lieblingsverein“.
Adeyemi berichtet: „Als Teenager habe ich viele ihrer Spiele gesehen. Ich mag beide Vereine und habe tolle Erinnerungen an meine Zeit beim FC Bayern, aber meine Zeit in Dortmund war einfach unvergesslich.“ Zwei Dinge sind ihm dabei ganz besonders im Gedächtnis geblieben: „Das Stadion und die Fans sind unglaublich“, schwärmt er im Rückblick.











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