Beim HSV wollte der Durchbruch lange nicht gelingen. Doch auf Mallorca scheint Aboubaka Soumahoro nun endlich die Kurve zu bekommen.
Der 21-Jährige, der bis Saisonende an den spanischen Zweitligisten RCD Mallorca verliehen ist, hat sich in den vergangenen Wochen zunehmend in den Fokus gespielt. Nach zwei Kurzeinsätzen rückte Soumahoro beim 2:0 gegen Sabadell in die Startelf. Eine Woche später stand er beim 1:0 bei Real Sociedad B erstmals seit fast zwei Jahren wieder über die volle Distanz auf dem Platz.
Besonders angetan zeigt sich Mallorca-Coach Luis García von der Vielseitigkeit seines Verteidigers. „Er ist jung und hat enormes Potenzial“, sagte der 45-Jährige gegenüber dem spanischen Radiosender Cadena Ser. Eigentlich als Innenverteidiger verpflichtet, habe Soumahoro gezeigt, „dass er die Fähigkeit hat, sich an die Position links anzupassen“. García lobte vor allem dessen Agilität, Tempo und Beweglichkeit.
HSV-Talent für 5 Mio. nach Mallorca?
Diese Qualitäten sind auch beim HSV bekannt. In der vergangenen Saison erhielt Soumahoro ausgerechnet im Nordderby gegen Werder Bremen (3:2) eine seiner wenigen Startelf-Chancen. Damals verteidigte der Linksfuß in der ersten Halbzeit als linker Schienenspieler einer Fünferkette. Gerade sein Tempo und seine technischen Fertigkeiten helfen ihm in dieser Rolle.

Auch García hebt diese Eigenschaften hervor. Soumahoro verfüge „mit dem Ball über Fähigkeiten“ und könne dank seiner Schnelligkeit auch große Räume hinter sich verteidigen. Der Mallorca-Trainer bezeichnete ihn als „modernen Spieler“, der auf mehreren Positionen einsetzbar sei. Zudem lobte er dessen Mentalität.
Körperlich hingegen muss der 1,84 Meter große Abwehrspieler noch zulegen. Mit rund 78 Kilogramm bringt Soumahoro vergleichsweise wenig Gewicht für einen Defensivspieler seines Gardemaßes mit. Dennoch scheint die Leihe aktuell genau den gewünschten Effekt zu haben: Nach Verletzungen, Formproblemen und einer glücklosen Leihstation in Saint-Étienne sammelt das Talent endlich wieder Spielpraxis.
Bild-Informationen zufolge erhält der HSV darüber hinaus eine sechsstellige Leihgebühr. Hinzu kommt eine Kaufoption im Wert von fünf Millionen Euro. Ob diese gezogen wird, hängt allerdings stark vom Verlauf der kommenden Monate ab.









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