Ralf Fährmann hat kurz nach seinem Karriereende eine sehr persönliche Biografie über seine Zeit auf Schalke veröffentlicht.
Im vergangenen Sommer setzte Ralf Fährmann nach knapp 20 Jahren als Profi einen Schlussstrich unter seine Karriere. Auf dem Konto stehen 230 Bundesligaeinsätze. Hinzu kommen diverse Auftritte in Champions League und Europa League.
Zu seinen größten Erfolgen zählt der Supercup-Gewinn 2011/12 gegen Erzrivale Borussia Dortmund. Dort wurde Fährmann mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Matchwinner, gegen S04-Feindbild Kevin Großkreutz und gegen Ivan Perisic. Dazu kommen die deutsche Vizemeisterschaft und der Titelgewinn in der 2. Liga.
Trotz einiger Spannungen zum Ende seiner Schalker Zeit überwiegt bei ihm die Dankbarkeit. „Ich liebe diesen Verein abgöttisch“, betonte er. Und stellte klar: „Ich trage den Mythos Schalke immer im Herzen.“
Nun brachte der Ex-Kapitän gemeinsam mit seinem Berater Stefan Backs eine Biografie heraus. Die wird es laut Ihm vermutlich nicht in den Schalker Fanshop schaffen. Auf Instagram bewarb Fährmann sein Buch mit persönlichen Worten: „Ich habe lange überlegt, ob und wie ich diese Geschichte erzählen möchte. Über vieles habe ich lange geschwiegen. Über manches noch nie gesprochen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.“
Rechnet Ralf Fährmann mit Schalke ab?
In einem weiteren Post fasste er den Kern des Werks zusammen: „Über 20 Jahre Schalke. Es gab Momente, die jeder gesehen hat. Und Geschichten, die niemand kennt. Genau darum geht es in meinem Buch.“
Der Titel „Schalke und ich – eine Liebesgeschichte“ ist Programm. Laut Verlagsbeschreibung auf Thalia.de erzählt Fährmann von 224 Pflichtspielen zwischen 2011 und 2025. Er blickt zurück auf seine Kindheit in Chemnitz, den Traum vom Profifußball und seine Jahre als Torhüter und Kapitän der Knappen.

Themen sind unter anderem das Revierderby gegen Borussia Dortmund, das Leben in der Kabine und der ständige Druck des Torwartspiels. Dazu kommen Erinnerungen an Mitspieler, Trainer, Aufstiege und Abstiege. Der Verlag beschreibt das Buch als Porträt eines Spielers, der Ruhm, Druck, Hingabe, Enttäuschung und große Nähe zu einem Verein erlebt hat, der für viele weit mehr ist als nur Fußball.
Fährmann ist damit nicht der einzige Schalker mit literarischen Ambitionen. Bereits 2021 veröffentlichte Robin Gosens seine Autobiografie „Träumen lohnt sich. Mein etwas anderer Weg zum Fußballprofi“. Auch Jahrhunderttrainer Huub Stevens brachte mit „Niemals aufgeben“ sein eigenes Buch heraus. Wer Fährmanns ganz persönliche Sicht auf zwei bewegte Jahrzehnte auf Schalke erfahren will, kommt an seiner neuen Biografie künftig kaum vorbei.









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