Beim FC Bayern herrscht während der Länderspielpause nicht nur auf dem Trainingsplatz Betrieb. Auch abseits des Rasens wird an der Säbener Straße weitergearbeitet. Die Münchner erweitern derzeit den Bereich der ersten Mannschaft.
Nach Informationen der BILD entsteht in Richtung der Trainingsplätze ein zusätzlicher Gebäudeteil. Für den Anbau musste unter anderem eine bestehende Sonnenterrasse weichen.
Mit der Erweiterung sollen künftig zusätzliche Räumlichkeiten für verschiedene Abteilungen geschaffen werden. Dabei handelt es sich allerdings nicht um das ursprünglich geplante neue Leistungszentrum des deutschen Rekordmeisters.
Bayern verschiebt 150-Millionen-Projekt
Die deutlich größeren Pläne für die Säbener Straße liegen weiterhin auf Eis. Bereits 2024 hatte der Aufsichtsrat den Bau eines neuen Leistungszentrums grundsätzlich genehmigt.
Das Projekt sollte fünf Stockwerke umfassen und könnte laut BILD bis zu 150 Millionen Euro kosten. Wann die Bayern dieses Vorhaben tatsächlich umsetzen, ist derzeit allerdings vollkommen offen.
Der Grund für die Verzögerung ist vor allem finanzieller Natur. Die Münchner möchten die enorme Summe, die für den Neubau benötigt würde, vorerst nicht in die Infrastruktur stecken. Stattdessen soll das verfügbare Kapital bevorzugt in den Profikader investiert werden.
Gerade angesichts der immer höheren Ablösesummen und Gehälter im europäischen Spitzenfußball setzt der Rekordmeister damit aktuell andere Prioritäten.
Kader hat vorerst Vorrang

Ganz auf notwendige Verbesserungen an der Säbener Straße verzichten die Bayern deshalb aber nicht. Der aktuelle Anbau ermöglicht, kurzfristig zusätzlichen Platz für den Profibereich zu schaffen, ohne direkt das deutlich kostspieligere Großprojekt umzusetzen.
Damit verfolgen die Verantwortlichen vorerst eine Zwischenlösung. Die bestehende Infrastruktur wird erweitert, während die bereits genehmigten Pläne für das neue Leistungszentrum in der Schublade bleiben.
Bemerkenswert ist vor allem die klare Prioritätensetzung. Statt bis zu 150 Millionen Euro in einen Neubau zu investieren, möchte Bayern finanziell flexibel bleiben und das Geld bei Bedarf für die sportliche Verstärkung der Mannschaft einsetzen.
Aufgeschoben bedeutet allerdings nicht zwangsläufig aufgehoben. Ein neues Leistungszentrum bleibt grundsätzlich Teil der Planungen an der Säbener Straße. Wann der Startschuss für das fünfstöckige Gebäude fällt, lässt sich aktuell jedoch nicht absehen.
Bis dahin müssen kleinere Erweiterungen wie der derzeit entstehende Anbau dafür sorgen, dass die räumlichen Anforderungen der Profimannschaft und der beteiligten Abteilungen erfüllt werden.










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