Die Kritik an Joshua Kimmich reißt nach dem enttäuschenden Start der deutschen Nationalmannschaft unter Jürgen Klopp nicht ab. Nach der 0:1-Niederlage gegen Griechenland nimmt nun auch Mario Basler den DFB-Kapitän ins Visier.
Bereits Dietmar Hamann hatte sich zuletzt kritisch über Kimmich geäußert. Basler geht jetzt ebenfalls hart mit dem 31-Jährigen ins Gericht und stellt dessen Rolle innerhalb der Nationalmannschaft infrage.
Im Podcast „Basler ballert“ kritisierte der frühere Bayern-Profi insbesondere Kimmichs Einfluss auf das deutsche Spiel. Aus seiner Sicht bekommt der Mittelfeldspieler zu viele Freiheiten und bremst dadurch teilweise das Tempo der Mannschaft.
Basler: „Kimmich ist kein Weltklasse-Spieler“
„Kimmich ist kein Weltklasse-Spieler. Der ist ein normaler Mittelfeldspieler, der aber gefühlt wieder alle Eckbälle, alle Freistöße, alles schießen will und überall herumhüpft“, erklärte Basler.
Der Europameister von 1996 stört sich vor allem daran, wie häufig das deutsche Spiel über den Bayern-Star läuft.
„Kimmich hat gefühlt in jedem Spiel die meisten Ballkontakte, weil er auch überall hinrennt. Jeder gibt ihm sofort den Ball. Ich weiß nicht, warum. Aber es kam nichts raus bei Kimmich.“
Kimmich selbst hatte seine Leistung nach der Niederlage gegen Griechenland bereits kritisch bewertet. Unter anderem räumte der DFB-Kapitän einen Ballverlust ein, der zu einer gefährlichen Situation geführt hatte. Beim entscheidenden Treffer der Griechen fälschte er den Ball zudem noch ab.
„Da muss Jürgen Klopp in Zukunft eingreifen“

Basler richtet seine Kritik deshalb auch an Bundestrainer Klopp. Dieser müsse aus seiner Sicht die Rolle des Bayern-Profis verändern.
„Ich finde, da muss Jürgen Klopp in Zukunft eingreifen, weil der Fußball wird uns so nicht weiterbringen, wenn Kimmich den Ball durchs Mittelfeld dribbelt und das Spiel langsam macht.“
Ob Klopp tatsächlich Änderungen an Kimmichs Rolle plant, ist offen. Bei seinem Amtsantritt hatte der Bundestrainer deutlich gemacht, dass er den Bayern-Star im zentralen Mittelfeld sieht und große Stücke auf dessen Erfahrung und Qualität hält.
Kimmich wird bei den kommenden beiden Nations-League-Partien ohnehin nicht dabei sein. Sein Einsatz war für die ersten beiden Begegnungen dieser Länderspielphase vorgesehen, anschließend reist er zurück nach München.
Die öffentliche Debatte dürfte ihn dennoch weiter begleiten. Nach Lothar Matthäus und Hamann meldet sich mit Basler nun der nächste prominente Ex-Nationalspieler mit deutlicher Kritik an Kimmich zu Wort.










Kommentare