Marc Wilmots (57) war begeistert: „Ich habe noch nie einen Spieler erlebt, der so motiviert ist.“ Gemeint war Darko Churlinov (26), der im Januar 2024 zum FC Schalke 04 zurückkehrte. Doch ein Happy End hatte die Beziehung nicht.
Churlinov spielte sich mit seiner frechen Art und seinem unerschrockenen Auftreten in die Herzen der S04-Fans. In der Saison 2021/22 stürmte der Nordmazedonier mit Königsblau in die Bundesliga. Mit seinen acht Torbeteiligungen in 22 Einsätzen steuerte die Leihgabe des VfB Stuttgart eine Menge zur Rückkehr ins Oberhaus bei.
Doch bleiben durfte Churlinov nicht. Die Schwaben verlangten zu viel Geld für den Außenstürmer. Daher kehrte er an den Neckar zurück, nur um postwendend für 3,5 Millionen Euro an den FC Burnley verkauft zu werden. Sportlich kam er auf der Insel jedoch nicht zurecht. Und dann schlug auch noch das Schicksal zu. Im Mai bzw. Juni 2023 erlitt der Ex-Schalker eine Sepsis und befand sich zeitweise in Lebensgefahr.
Nach seiner Genesung kehrte Churlinov im Januar 2024 voller Tatendrang zu S04 zurück. Nicht nur der damalige Sportdirektor Wilmots jubelte über die Rückkehr des „verlorenen Sohnes“. Auch der Spieler selbst zeigte sich hochmotiviert. „Auf dem Platz möchte ich dem Verein das nun zurückgeben – am liebsten in Form von Toren, Vorlagen und vor allem Siegen“, erklärte er.
Über die Türkei zurück nach Polen
Gelang ihm zum Einstand beim 1:4 in Kaiserslautern immerhin der Ehrentreffer, ging Churlinov anschließend leer aus. Eine mickrige Torvorlage und zehn Spiele standen am Ende für ihn zu Buche. Beide Seiten hatten sich von dem Engagement mehr versprochen.
Nach Abstechern zu Jagiellonia Bialystok und Kocaelispor hat der frühere Schalker Publikumsliebling nun offenbar sein fußballerisches Glück gefunden. Seit diesem Sommer schnürt er seine Schuhe in der polnischen Ekstraklasa für Pogon Stettin. Nach neun Runden belegt Churlinov mit seinem Klub Rang fünf – mit allerdings einer Partie weniger auf dem Konto.

Der Ex-S04-Angreifer zählt zum Stammpersonal. Wettbewerbsübergreifend bestritt Churlinov bislang acht Partien, in denen er drei Treffer erzielte. Im September zählt er zu den nominierten Erstligaprofis für den Titel „PKO BP Ekstraklasa Spieler des Monats“. Der Klub aus Pommern musste sich zwar aus dem nationalen Pokal verabschieden, ist in der Liga mit dem Nordmazedonier aber noch ohne Niederlage.









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