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Nach Patzer: Warum setzt Klopp weiter auf Bayern-Star Gnabry?
FCBinsideFCBinside·VonSebastian Mittag

Nach Patzer: Warum setzt Klopp weiter auf Bayern-Star Gnabry?

Serge Gnabrys erste DFB-Woche unter Jürgen Klopp verlief durchwachsen. Trotzdem hält der Bundestrainer am Bayern-Star fest. Was steckt dahinter?

Für die meisten Spieler aus Jürgen Klopps erstem DFB-Kader ist der Lehrgang bereits beendet. Der Bundestrainer wechselt vor den Nations-League-Partien gegen Serbien und Griechenland einen Großteil seines Aufgebots aus.

Serge Gnabry gehört allerdings zu den Ausnahmen. Der Bayern-Star bleibt auch in der zweiten Woche bei der Nationalmannschaft. Neben ihm wurden lediglich Finn Dahmen, Nico Schlotterbeck, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Bambasé Conté aus der ersten Gruppe übernommen.

Das ist durchaus bemerkenswert. Denn einen überzeugenden Neustart im DFB-Trikot hat Gnabry bislang nicht hingelegt.

Beim 1:1 gegen die Niederlande wurde der 31-Jährige in der Schlussphase eingewechselt und war unmittelbar vor dem Ausgleich mit einem folgenschweren Ballverlust beteiligt. Klopp kritisierte anschließend das Verhalten seines Offensivspielers in dieser Szene.

Auch beim 0:1 gegen Griechenland gehörte Gnabry zunächst nicht zur Startelf. Erst in der 76. Minute kam der Bayern-Profi für Karim Adeyemi ins Spiel. Immerhin sorgte er anschließend noch mit zwei Abschlüssen für Gefahr.

Klopp hatte mit Gnabry von Beginn an einen besonderen Plan

Dass Gnabry trotzdem bleibt, ist allerdings keine spontane Reaktion auf die ersten beiden Spiele. Schon bei der Bekanntgabe seines XXL-Kaders hatte Klopp angekündigt, dass der Bayern-Star für beide Wochen vorgesehen ist.

„Die drei werden die kompletten zwei Wochen dabei sein, um ihnen Rhythmus zu geben nach ihren Verletzungen. Sie werden abgestimmt auf ihre jeweilige Situation zum Einsatz kommen“, hatte Klopp damals mit Blick auf Gnabry, Jamal Musiala und Nico Schlotterbeck erklärt.

Musiala musste den Lehrgang inzwischen verletzt verlassen. Gnabry dagegen bekommt wie geplant weitere Möglichkeiten – und seine Bedeutung könnte in der zweiten Woche sogar wachsen.

Jürgen Klopp
Foto: IMAGO

Kimmich und zahlreiche andere erfahrene Spieler aus dem ersten Kader sind abgereist. Gleichzeitig gehören neun Akteure des neuen Aufgebots zu den Spielern, die noch auf ihr erstes A-Länderspiel warten. Gnabry bringt dagegen reichlich internationale Erfahrung mit. Wer die Mannschaft gegen Serbien als Kapitän aufs Feld führt, hat Klopp bislang noch nicht bekannt gegeben; Gnabry gehört neben Florian Wirtz, David Raum und Nico Schlotterbeck zum Kreis der erfahrenen Kandidaten.

Auch sportlich bietet sich eine neue Chance. Deutschlands Offensive blieb gegen Griechenland ohne Tor, während Musiala verletzungsbedingt fehlt. Gnabry kann nun zeigen, dass er nach seiner langen Verletzungspause wieder mehr sein kann als eine Option für die Schlussphase.

Dass Klopp trotz des Fehlers gegen die Niederlande weiter auf ihn setzt, war von Beginn an Teil seines Plans. Jetzt liegt es an Gnabry, das Vertrauen mit Leistung zurückzuzahlen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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