Ein Offensivspieler von Borussia Dortmund musste in jungen Jahren eine besondere Regel seines eigenen Vaters befolgen – heute will er genau das nachholen, was ihm damals verwehrt blieb.
Ein Torverbot in der Jugend – das musste Konstantinos Karetsas einst hinnehmen. Wie die „Bild“ berichtet, übernahm damals sein eigener Vater das Training der Jugendmannschaft und kümmerte sich früh um die fußballerische Entwicklung seines Sohnes. Grund für die ungewöhnliche Anweisung war eine schier absurde Torquote: In nur einer Saison soll der kleine Konstantinos Karetsas mehr als 200 Treffer erzielt haben. Statt diese Quote weiter auszubauen, sollte der Nachwuchsspieler künftig lieber seine Mitspieler in Szene setzen, anstatt selbst abzuschließen.
Bis heute lässt sich diese frühe Prägung in seinem Spiel erkennen. Der offensive Mittelfeldspieler und Linksfuß gilt bis heute eher als Vorbereiter denn als Vollstrecker. Ein Blick auf seine Statistik beim KRC Genk bestätigt diesen Eindruck: In seiner letzten Saison für den belgischen Verein blieb er in der Liga ohne eigenen Treffer, legte im Gegenzug aber elf Tore auf. Über seine komplette Zeit bei Genk kommt der Grieche auf insgesamt 92 Einsätze, dabei stehen sechs eigene Tore und 23 Vorlagen zu Buche.
BVB-Star Konstantinos Karetsas will das Tore-Schießen wieder neu lernen
Im Sommer wechselte Konstantinos Karetsas für rund 30 Millionen Euro zum BVB und unterschrieb einen Vertrag bis 2031. Auch in Dortmund setzt sich seine Rolle als Vorbereiter zunächst fort: Bereits eine Vorlage steuerte er in seiner noch jungen Zeit im Borussia-Trikot bei.

Ganz zufrieden mit dieser reinen Vorbereiter-Rolle gibt sich der Youngster allerdings nicht. Im ersten Interview nach seinem Wechsel zum BVB machte Konstantinos Karetsas deutlich, dass er künftig auch häufiger selbst treffen möchte: „Meine persönlichen Ziele sind es, mich so gut wie möglich weiterzuentwickeln, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen, mehr Tore zu schießen und einen Beitrag für die Mannschaft zu leisten.“ Damit zeigt sich, dass die einstige väterliche Vorgabe zwar seinen Spielstil geprägt hat, seinen Ehrgeiz auf eigene Tore aber keineswegs gebremst hat.
Für den BVB bleibt diese Kombination reizvoll: Ein Spieler, der seine Mitspieler zuverlässig in Szene setzt und gleichzeitig den Anspruch hat, selbst öfter zu treffen, dürfte der Offensive der Dortmunder zusätzliche Variabilität verleihen.










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