Beim VfB Stuttgart könnte im kommenden Sommer ein größerer Kaderumbruch bevorstehen. Die sportliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat auch die Kosten deutlich steigen lassen. Nun müssen die Schwaben offenbar gegensteuern.
Wie der kicker berichtet, stellt insbesondere der stark gestiegene Personalaufwand die Verantwortlichen vor Herausforderungen. Dieser erhöhte sich demnach von 105,8 Millionen Euro im Jahr 2023 auf 163,8 Millionen Euro in der vergangenen Saison. Für die laufende Spielzeit wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet.
Gleichzeitig stehen beim VfB zahlreiche wichtige Vertragsentscheidungen an. Die Arbeitspapiere von acht Profis laufen bereits im Sommer 2028 aus.
Stuttgart kann nicht mit allen Leistungsträgern verlängern
Betroffen sind Jeff Chabot, Maximilian Mittelstädt, Josha Vagnoman, Angelo Stiller, Atakan Karazor, Chris Führich, Ermedin Demirovic und Ramon Hendriks.
Bei einem Großteil dieser Spieler handelt es sich um Leistungsträger. Eine Verlängerung mit allen Profis scheint aus finanzieller Sicht allerdings kaum möglich. Laut kicker würde ein solches Szenario für den VfB „das Budget sprengen“.
Damit wächst gleichzeitig der Druck, rechtzeitig Entscheidungen zu treffen. Gehen die Spieler mit nur noch einem Vertragsjahr in die Saison 2027/28, würde sich ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Verein erheblich verbessern. Entsprechend könnten bereits im kommenden Sommer Verkäufe zum Thema werden.
Eine besondere Situation gibt es bei Karazor. Der 29-Jährige hat sowohl seinen Stammplatz als auch die Kapitänsbinde verloren und gilt deshalb bereits als möglicher Abgangskandidat.
VfB muss auch den Wiederverkaufswert beachten

Neben den Gehaltskosten spielt das Alter einiger Profis eine wichtige Rolle. Bei Chabot, Mittelstädt, Karazor, Führich und Demirovic müsse inzwischen auch über den möglichen Wiederverkaufswert diskutiert werden.
Für Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und Sportdirektor Christian Gentner steht damit eine schwierige Abwägung bevor. Einerseits soll die sportliche Qualität des Kaders erhalten bleiben, andererseits darf die Kostenstruktur nicht aus dem Gleichgewicht geraten.
Schnelle Entscheidungen sind dennoch nicht geplant. Mit Chabot, Stiller, Führich, Karazor, Mittelstädt, Vagnoman und Demirovic soll es bis Januar zunächst keine Vertragsgespräche geben.
„Die Verantwortlichen wollen sich sehr genau die Leistungsentwicklung ansehen, zudem geht es auch um finanzielle Planbarkeit“, berichtet der kicker.
Die kommenden Monate werden damit auch zu einer Bewährungsphase für zahlreiche VfB-Stars. Spätestens im kommenden Sommer könnten in Stuttgart mehrere richtungsweisende Personalentscheidungen fallen.









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