Albert Grønbaek arbeitet nach seinem Muskelfaserriss bereits wieder im Kraftraum. Auf dem Feld wird der formstarke Däne dem HSV allerdings noch einige Zeit fehlen.
Für seinen Platz im linken offensiven Halbraum muss Merlin Polzin deshalb eine Lösung finden. Eine zuletzt öffentlich diskutierte Variante dürfte dabei eher keine Rolle spielen. Miro Muheim wurde von Teilen der Medien- und Fan-Landschaft als möglicher Ersatz auf der Zehnerposition gehandelt. Der Schweizer bringt als spielstarker Linksfuß durchaus offensive Qualitäten mit, die er im Mittelfeld noch stärker zur Geltung bringen könnte.
Polzin steht diesem Gedankenspiel jedoch skeptisch gegenüber. „Ich weiß nicht, ob das der richtige Ansatz ist“, sagte der HSV-Coach laut Mopo am Dienstag über eine mögliche Verschiebung Muheims auf die linke Zehn.
Vielmehr deutet einiges darauf hin, dass der 28-Jährige beim Test gegen den FC Kopenhagen am Sonntag wieder auf seiner angestammten linken Seite zum Einsatz kommt. Weil David Møller Wolfe (Norwegen) und Louis Lemke (DFB-U19) bei ihren Nationalteams weilen, dürfte Muheim eine Chance erhalten. „Miro ist aufgrund seiner Qualität immer, wenn er an die 100 Prozent kommt, ein Kandidat, sich für die Mannschaft zu empfehlen“, erklärte Polzin.

Adeline könnte Chance auf der HSV-Zehn bekommen
Für die vakante Offensivposition gibt es derweil andere Überlegungen. Martin Adeline könnte die Chance bekommen, sich nach zwei Startelfeinsätzen zu Saisonbeginn erneut zu zeigen. „Wir wollen den Ausfall von Albert nutzen, um den anderen Jungs das Vertrauen zu geben“, sagte Polzin. Auch eine Systemanpassung mit zwei Stürmern und Fábio Vieira als zentralem Zehner ist grundsätzlich denkbar. Auch wenn die Verletzungen von Terem Moffi und Patson Daka ein solches Szenario erschweren könnten.
Muheim wurde im Umfeld des HSV übrigens nicht nur als Ersatzlösung für die Zehnerposition gehandelt. Der eine oder andere Beobachter brachte den Eidgenossen auch als möglichen Kandidaten für den linken Part der defensiven Dreierkette ins Spiel. So könnte Muheim den oftmals lahmenden Spielaufbau der Hamburger beleben. Doch auch aus dieser Überlegung dürfte wohl nichts werden. Dass er mit derart verschiedenen Positionen in Verbindung gebracht wird, zeigt vor allem, dass Muheim über ein für viele Anforderungen interessantes Skillset verfügt – und dass der HSV aktuell diverse Baustellen hat.









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