Lennart Karl steigt in die zweite DFB-Woche unter Jürgen Klopp ein. Der Zeitpunkt könnte für das Bayern-Juwel kaum passender sein.
Jetzt wird es auch für Lennart Karl ernst. Nachdem das 18-jährige Bayern-Juwel in der ersten Woche von Jürgen Klopps XXL-Lehrgang noch nicht zum DFB-Aufgebot gehörte, stößt Karl für die Partien gegen Serbien und Griechenland zur Nationalmannschaft.
Ursprünglich war Karl sogar für den ersten Teil des Lehrgangs vorgesehen. Aufgrund der Belastungssteuerung tauschte er jedoch mit Karim Adeyemi und wurde in Klopps zweiten Kader verschoben. Nun bietet sich ihm die Gelegenheit, erstmals unter dem neuen Bundestrainer zum Einsatz zu kommen.
Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein. Deutschland enttäuschte beim 0:1 gegen Griechenland vor allem offensiv. Trotz großer Feldüberlegenheit fehlten Tempo, Überraschungsmomente und individuelle Aktionen im letzten Drittel.
Genau diese Qualitäten bringt Karl mit. Der Youngster hat beim FC Bayern bereits gezeigt, dass er unbekümmert ins Dribbling geht, den direkten Weg zum Tor sucht und sich auch auf großer Bühne nicht versteckt.
Karl könnte ausgerechnet in der Allianz Arena ran
Hinzu kommt ein besonderer Schauplatz. Deutschland empfängt Serbien am Donnerstagabend in München – gespielt wird in der Allianz Arena. Karl könnte sein erstes Länderspiel unter Klopp damit ausgerechnet in seinem eigenen Vereinsstadion absolvieren. Neben ihm stehen mit Aleksandar Pavlovic, Tom Bischof und Jonas Urbig drei weitere Bayern-Profis im zweiten Kader.
Klopp hatte bereits bei der Nominierung deutlich gemacht, wie viel er vom Offensivtalent hält: „Beide waren sehr angenehm im Gespräch und selbstbewusst. Lennart Karl ist bereit, er ist ein Kraftpaket. Er ist im positiven Sinne frech, er hat alle Voraussetzungen“, sagte der Bundestrainer über Karl und Tom Bischof.

Karl ist dabei trotz seines jungen Alters kein kompletter Neuling im DFB-Team. Drei A-Länderspiele stehen bereits in seiner Bilanz. Unter Klopp wartet er allerdings noch auf seinen ersten Einsatz.
Nach dem schwachen Auftritt gegen Griechenland könnte die Ausgangslage für den Youngster kaum interessanter sein. Klopp will in seiner zweiten Woche weitere Spieler kennenlernen und benötigt gleichzeitig neue offensive Impulse. Karl bekommt nun die Gelegenheit, sich dafür zu empfehlen – möglicherweise ausgerechnet dort, wo er sich ohnehin zu Hause fühlt.










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