Trotz einer offiziellen Nominierung bleibt ein Offensivtalent von Borussia Dortmund bei seiner Wunsch-Nationalmannschaft weiterhin außen vor – schon zum dritten Mal in Folge.
Samuele Inacio wurde bei der italienischen Nationalmannschaft zum dritten Mal aus dem Kader gestrichen. Das berichtet Sportjournalist Nicolo Schira. Zwar hatte Nationaltrainer Roberto Mancini den 18-Jährigen für die aktuelle Länderspielpause grundsätzlich nominiert, im Spieltagskader taucht der Offensivspieler aber weiterhin nicht auf. Bereits gegen Belgien und gegen die Türkei blieb Samuele Inacio außen vor, nun bestätigte sich dieses Muster auch gegen den Weltmeister von 2018. Damit geht die Alptraum-Länderspielreise für den Youngstar von Borussia Dortmund weiter.
Besonders bitter trifft diese Entwicklung den BVB-Spieler auch mit Blick auf seine Form beim Verein. In den vergangenen Wochen kam Samuele Inacio bei Borussia Dortmund kaum zum Zug. Nach seinem Einsatz im Supercup gegen den FC Bayern München sah der Italiener gegen den HSV eine schnelle rote Karte nach seiner Einwechslung und musste deshalb die folgenden beiden Bundesliga-Partien aussetzen. Immerhin zeigte er im DFB-Pokal gegen den HEBC eine überzeugende Leistung und erzielte dabei einen Doppelpack. Sowohl in der Champions League als auch im ersten Spiel nach Ablauf seiner Sperre ließ Trainer Niko Kovač den 18-Jährigen allerdings erneut nur auf der Ersatzbank.
Für Samuele Inacio geht es in dieser Länderspielpause um mehr als nur um Spielzeit. Der Offensivspieler wollte sich eigentlich endgültig an die italienische Nationalmannschaft binden. Aufgrund seiner doppelten Staatsbürgerschaft könnte er theoretisch auch für Brasilien auflaufen, solange er noch kein Pflichtspiel für Italien bestritten hat. Bislang steht für ihn nur ein Freundschaftsspiel für die Squadra Azzurra zu Buche, ein echtes Pflichtspiel fehlt also noch. Seine letzte Chance in dieser Länderspielpause bietet sich ihm am kommenden Montag, den 5. Oktober, gegen die Türkei.
BVB-Talent Samuele Inacio hat große Ziele mit Italien
Wie klar Samuele Inacio sich inzwischen für Italien entschieden hat, machte er bereits im Interview mit „Undici“ deutlich. Zwischen seiner italienischen und brasilianischen Herkunft musste sich der Youngster bewusst entscheiden: „Es wäre auch ein Traum gewesen für Brasilien zu spielen, aber für den Moment habe ich Italien gewählt, weil ich mich mehr als Italiener fühle.“ Seine sportlichen Ziele formulierte er dabei ganz klar: „Mein größter Traum ist es eine Weltmeisterschaft im blauen Trikot zu gewinnen.“
Ganz leicht fiel ihm diese Entscheidung allerdings nicht. Auch von brasilianischer Seite gab es konkretes Interesse an ihm: „Ich hatte Kontakt zum U23-Trainer von Brasilien. Er wollte mit meinem Vater und mir telefonieren. Natürlich haben wir uns jede Option angeschaut. Aber ich habe mich für Italien entschieden.“ Über seine familiären Wurzeln sprach Samuele Inacio ebenfalls offen und ließ erkennen, wie eng beide Länder mit seiner Identität verbunden sind: „Ich habe meine brasilianische und meine italienische Seite. Aber ich habe schon in der Jugend für Italien gespielt.“

Trotz dieser klaren Haltung bleibt Samuele Inacio nun auf den entscheidenden Moment angewiesen. Erst ein Pflichtspieleinsatz würde seine Zukunft im italienischen Nationaltrikot endgültig besiegeln – und genau dafür bleibt ihm in dieser Länderspielpause nur noch eine einzige Gelegenheit.










Kommentare