„Aus persönlichen Gründen“ verlässt Markus Pilawa den SV Werder Bremen. Lange hielt es der 49 Jahre alte ehemalige Chef-Scout von Borussia Dortmund damit nicht an der Weser aus. Sein Engagement bei Borussia Dortmund war von deutlich längerer Dauer.
Als der SV Werder Mitte Mai 2026 Markus Pilawa als neuen Leiter für Kaderplanung und Transferstrategie präsentierte, erntete der Verein dafür viel Zuspruch. Mit den Stationen beim BVB und Bayern München als Chef-Scout im Lebenslauf waren die Erwartungen an den 49-Jährigen hoch. Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz (45) betonte damals, dass er sich von dem Neuzugang insbesondere „eine große Expertise, Erfahrung und ein großes Netzwerk“ erhoffe.
Die Partnerschaft war allerdings nur von kurzer Dauer. Rund vier Monate nach seinem Amtsantritt verlässt Pilawa Bremen schon wieder. Ausschlaggebend für diesen Schritt des in Nordrhein-Westfalen verwurzelten Bochumers sind persönliche Motive im familiären Bereich, heißt es im kicker.
Bremens Sportchef reagierte mit Verständnis auf den plötzlichen Rückzug. In einer offiziellen Vereinsmitteilung betonte er: „Markus hat uns seine Entscheidung offen mitgeteilt. Wir respektieren sie, auch wenn wir seinen Abschied bedauern.“ Fritz hob zudem den positiven Einfluss des Kaderplaners hervor, der sich in der kurzen Zeit „mit großem Engagement eingebracht und wichtige Impulse gesetzt“ habe. Zum Abschied dankte der Werder-Verantwortliche ihm und wünschte Pilawa sowie dessen Familie „für die Zukunft alles erdenklich Gute“.
Eine Dekade beim BVB
Seit 2004 ist der Deutsch-Pole ohne Unterbrechung im Profifußball aktiv und etablierte insbesondere während seiner Zeit bei Borussia Dortmund ein hochkarätiges Scouting-System. In den Jahren 2012 bis 2022 zeichnete er für die Entdeckung und Verpflichtung von späteren Weltstars wie Jadon Sancho (26), Jude Bellingham (23) und Erling Haaland (26) mitverantwortlich. Anschließend wechselte Pilawa für zwei Jahre zum FC Bayern München.

Der 49-Jährige hatte großen Anteil an der Zusammensetzung des aktuellen Bremer Kaders, der mit sieben Punkten aus vier Spielen und Platz acht einen ordentlichen Saisonstart hinlegte. Nach Pilawas plötzlichem Abgang werden die Aufgaben beim Bundesligisten vorübergehend intern umverteilt. Ein neuer Leiter für die Kaderplanung soll erst zu einem späteren Zeitpunkt ernannt werden.
Am 9. Oktober (20:30 Uhr) ist Werder Bremen nächster Gegner des BVB.











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