Die deutsche Nationalmannschaft hat nach einem Punkt aus zwei Spielen in der Nations League noch deutlich Nachholbedarf. Es braucht frischen Wind und Spieler, die diesen auch auf dem Platz vermitteln können.
Da trifft es sich gut, dass jetzt zum zweiten Teil der Spiele auch Spieler anreisen, die mit den ersten beiden, teilweise enttäuschenden Spielen nichts zu tun hatten. Tom Bischof zum Beispiel hat die U21 als Kapitän auf das Feld geführt, kommt mit Rückenwind.
Lennart Karl bringt eine Spur Unbekümmertheit mit. Und dann wäre da ja auch noch Said El Mala vom 1. FC Köln, dem viele zutrauten, schon im Sommer zur WM mitzufahren. Am Ende fehlte er im Kader, wird jetzt aber sein Debüt feiern.
El Mala will sich zeigen
Im Sommer gab es rund um Said El Mala viele Diskussionen. Ein Wechsel nach England stand im Raum, es gab Gerüchte rund um verschiedene Angebote, auch der BVB mischte zwischenzeitlich im Poker mit. Am Ende blieb er nicht nur in Köln, er verlängerte dort auch. Das kam bei den Fans der Domstädter extrem gut an. In Köln spielte er zu Saisonbeginn gleich auch eine gute Rolle, will jetzt die nächsten Schritte machen.
Einer davon ist es, sich in der Nationalmannschaft zu etablieren. Sein Selbstvertrauen ist groß, seine Ambitionen sind es ebenfalls. Der Offensivspieler, der gerne über den Flügel kommt, hat sich vorgenommen, hier direkt Druck auszuüben, direkt zu zeigen, dass man auf ihn nicht verzichten kann, wenn die nächsten Spiele im November anstehen.

Das Profil passt zu Klopp
Wichtig ist, dass El Mala auch fußballerisch genau das mitbringt, was sich Jürgen Klopp für einen Offensivspieler wünscht. Akzente im Pressing kann er setzen, auch wenn er dort noch ein wenig Nachholbedarf hat. Das muss aber kein Drama sein, denn er ist noch jung, kann das noch lernen. Was aber für El Mala spricht, ist die immense Dynamik und der Zug zum Tor. Das zeichnet ihn aus, das ist es, was ihn auch in Köln so stark macht. Ja, es ist für sein Spiel ideal, Räume zu haben, aber gerade nach Balleroberungen könnten diese vorhanden sein.
Und dann gibt es noch ein Element, das schwer greifbar ist. El Mala ist ein klassischer Zocker, der mit viel Selbstbewusstsein in die direkten Duelle geht, auf die Gegenspieler zugeht. El Mala sucht immer den Weg zum Tor, will den Abschluss suchen, Chaos herbeiführen und ständig für Gefahr sorgen. Vor allem in Kombination mit extrem spielstarken Akteuren könnte er noch mehr aufblühen. In Köln hat er bei allem Respekt vor den Offensivspielern des Effzeh nicht die große Klasse neben sich. Mit Spielern wie Florian Wirtz, Lennart Karl & co. könnte schnell eine gute Harmonie entstehen. Darauf hofft Klopp – und eben auch El Mala selbst.









Kommentare