Der FC Bayern könnte im Winter auf dem Transfermarkt aktiv werden. Im Fokus steht dabei offenbar vor allem die linke Außenbahn. Luis Díaz ist dort aktuell nahezu alternativlos und hat zuletzt selbst angedeutet, dass die hohe Belastung Spuren hinterlässt.
Nach Informationen von BILD-Fußballchef Christian Falk haben die Verantwortlichen die Äußerungen des Kolumbianers durchaus registriert. Intern seien diese allerdings nicht als Beschwerde aufgefasst worden. Vielmehr habe Díaz zum Ausdruck gebracht, dass er müde sei und es für ihn derzeit auf dem Platz nicht optimal laufe.
Das Problem: Eine echte Alternative für den 29-Jährigen gibt der aktuelle Kader kaum her. Eigentlich hatte Díaz offenbar damit gerechnet, dass Arijon Ibrahimovic beim Rekordmeister bleiben und für zusätzliche Optionen sorgen würde. Der Youngster wurde jedoch an den FC Augsburg verliehen.
Bayern beobachtet den Transfermarkt
Eine mögliche Alternative wäre Alphonso Davies. Der Kanadier kann aufgrund seiner enormen Geschwindigkeit grundsätzlich offensiver eingesetzt werden. Nach Informationen von Falk herrscht bei den Bayern allerdings das Gefühl, dass diese Option allein nicht ausreicht.
Deshalb beobachten die Münchner den Markt nach möglichen Verstärkungen für den linken Flügel. Ein Wintertransfer ist damit nicht ausgeschlossen.
Allerdings bleibt die bekannte Bayern-Strategie bestehen: Die Verantwortlichen möchten im Januar prinzipiell nur dann aktiv werden, wenn tatsächlich Handlungsbedarf besteht und gleichzeitig ein Spieler verfügbar ist, der sportlich und finanziell überzeugt.
Sollten die Bayern im Winter Veränderungen am Kader vornehmen, sieht Falk die linke Außenbahn als wahrscheinlichste Position für eine Verstärkung. Die Münchner halten demnach Ausschau nach Möglichkeiten, wollen aber keinen Transfer um jeden Preis tätigen.
Wird Tim Binder zum Díaz-Bckup?

Neben einem externen Neuzugang könnte sich auch eine interne Lösung anbieten. Dabei rückt Tim Binder in den Fokus. Der 19-Jährige machte bereits während der Saisonvorbereitung auf sich aufmerksam und gilt innerhalb des Vereins als großes Talent.
Falk zufolge wird Binder bereits als eine Art „neuer Lennart Karl“ gehandelt. Seine bevorzugte Position liegt zwar auf dem rechten Flügel, der Youngster kann aber ebenfalls über die linke Seite kommen.
In seinem Spiel unterscheidet sich Binder von Díaz. Der 19-Jährige sucht weniger konsequent selbst den Abschluss, besitzt dafür Qualitäten als Vorbereiter.
Eine Verletzung zu Saisonbeginn hat Binders Entwicklung allerdings zunächst gebremst.
Für die Verantwortlichen ergibt sich damit eine Abwägung: Sollte sich im Winter eine passende und finanziell attraktive Gelegenheit ergeben, könnte ein neuer Linksaußen zum Thema werden. Andernfalls könnte Binder seine Chance erhalten, Díaz zu entlasten und den nächsten Schritt bei den Profis zu machen.










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