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Top-Klub hat neue Transferstrategie: BVB muss aufpassen
BVBWLDBVBWLD·VonMarcel Groß

Top-Klub hat neue Transferstrategie: BVB muss aufpassen

Ein Top-Klub aus Italien fährt in naher Zukunft eine neue Strategie auf dem Transfermarkt. Das Ziel ist es dabei, mehr einheimische Talente zu verpflichten. Das könnte langfristig Probleme für den BVB bedeuten. 

Juventus Turin soll Interesse an Samuele Inacio zeigen. Das berichtet „TuttoSport„. Demnach zählt der BVB-Offensivspieler zu den Namen, die der italienische Rekordmeister derzeit am genauesten beobachtet. Der Hintergrund dieses Interesses liegt in einer größeren Strategie: Juventus will künftig wieder verstärkt auf italienische Nationalspieler setzen. Dass Handlungsbedarf besteht, zeigte zuletzt die aktuelle Länderspielpause, in der mit Guglielmo Vicario nur ein einziger Spieler der Alten Dame von Nationaltrainer Roberto Mancini berufen wurde. Um diesem Trend entgegenzuwirken, landete nun auch Samuele Inacio auf dem Radar der Turiner.

Neu ist das Interesse an dem jungen Italiener allerdings nicht. Seine rasante Entwicklung beim BVB begann in der vergangenen Saison: Über Stationen in der U19 und der U23 feierte Samuele Inacio zum Saisonende sein Pflichtspieldebüt für Borussia Dortmund, ehe ihn Trainer Niko Kovač gleich siebenmal einsetzte – mehrfach sogar von Beginn an. Diese Fortschritte blieben auch im vergangenen Sommer nicht unbemerkt.

Einen genauen Einblick in das Ausmaß dieses Interesses gab zuletzt Inacio Pia, der Vater des Youngsters, im Gespräch mit „Tutto Atalanta“. Der frühere brasilianische Nationalspieler bestätigte, dass im letzten Transferfenster mehrere Vereine bei Borussia Dortmund angefragt hatten: „Inter Mailand und Juventus haben sich direkt bei Borussia Dortmund erkundigt.“ Auch weitere europäische Klubs sollen demnach Kontakt gesucht haben. Von einem bevorstehenden Wechsel wollte der Vater aber nichts wissen: „Aber im Moment werden weder der Verein noch Samuele einen Vereinswechsel in Betracht ziehen.“ Als Begründung nannte er das Vertrauen des BVB in seinen Sohn sowie dessen Wohlbefinden in Dortmund.

Ein zweiter Blick lohnt sich auf die Situation bei der italienischen Nationalmannschaft, denn dort verschärft sich derzeit ein ganz ähnliches Problem. Roberto Mancini erklärte gegenüber „Sky Sport“, warum er bislang auf einen Einsatz von Samuele Inacio verzichtet, und nannte dabei vor allem einen Grund: „Er hat bisher sehr wenige Spiele bestritten.“ Zwar verwies der Nationaltrainer zusätzlich auf das junge Alter des 18-Jährigen, fügte aber beruhigend hinzu: „Aber man muss ihm Zeit lassen.“

BVB-Abschied von Samuele Inacio derzeit unwahrscheinlich

Dass die Einsatzzeiten beim BVB tatsächlich überschaubar blieben, bestätigt ein Rückblick auf die vergangenen Wochen. Nach seinem Auftritt im Supercup gegen den FC Bayern München sah Samuele Inacio gegen den HSV die Blitz-Rote-Karte und fehlte in der Folge zwei Bundesliga-Spiele. Immerhin überzeugte er im DFB-Pokal gegen den HEBC mit einem Doppelpack, doch sowohl in der Champions League als auch direkt nach Ablauf seiner Sperre blieb er bei Niko Kovač nur Ersatzspieler. Die Konsequenz zeigt sich nun auch im Nationalteam: Bereits zum dritten Mal hintereinander fehlt Samuele Inacio im Kader der Squadra Azzurra, nachdem er schon gegen Belgien, die Türkei und zuletzt gegen den amtierenden Weltmeister von 2018 nicht berücksichtigt wurde.

Samuele Inacio
Foto: IMAGO

Fügt man all diese Puzzleteile zusammen, ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild: Ein kurzfristiger Wechsel von Samuele Inacio erscheint höchst unwahrscheinlich. Schon sein eigener Vater machte deutlich, dass weder Borussia Dortmund noch sein Sohn derzeit über einen Vereinswechsel nachdenken. Hinzu kommt die sportliche Logik: Ausgerechnet jetzt braucht Samuele Inacio vor allem regelmäßige Spielzeit beim BVB, um sich langfristig auch bei der italienischen Nationalmannschaft zu etablieren. Ein Vereinswechsel mitten in dieser prägenden Phase würde diesem Ziel eher im Weg stehen als helfen. Solange sich an seiner Rolle bei Borussia Dortmund nichts Grundlegendes ändert, dürften Juventus Turin und die übrigen interessierten Klubs ihre Pläne also vorerst auf Eis legen müssen.

Quelle: BVBWLDZum Original

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