Als Kofi Amoako in der 83. Minute den Ball nach einer sehenswerten Kombination im Tor des FC Kopenhagen versenkte, brachen bei ihm alle Emotionen heraus.
Der Treffer zum 1:0 beim späteren 2:0-Erfolg im Testspiel war nicht nur der schönste Spielzug des Nachmittags, sondern für den HSV-Neuzugang auch ein ganz persönlicher Befreiungsschlag. Über Nicolás Capaldo, Martin Adeline und Youngster Kelvin Ojo gelang der Ball zu Amoako, der im Stile eines Abschlussspielers gekonnt vollendete. „Richtig geil“, beschrieb der Mittelfeldmann (via Mopo) die Szene anschließend selbst. Noch größer war allerdings die Bedeutung des Tores für ihn persönlich.
Der 21-Jährige war im Sommer für rund zwei Millionen Euro von Dynamo Dresden nach Hamburg gewechselt. In den ersten fünf Pflichtspielen der Saison blieb Amoako allerdings ohne Einsatzminute, zuletzt fehlte er gänzlich im Spieltagskader. Umso emotionaler fiel seine Reaktion nach dem persönlichen Befreiungsschlag gegen Kopenhagen aus.
„Ich muss das erst mal sacken lassen“, gestand Amoako nach dem Spiel. Bei seiner Vorstellung in Hamburg hatte er noch verraten, ein großer Fan der HSV-Torhymne zu sein. Nun durfte er sie erstmals als Torschütze erleben. „Mein Kopf ging ab“, sagte der frühere deutsche U20-Nationalspieler. Vor lauter Euphorie habe er beinahe vergessen, vor der Nordtribüne zu jubeln.

Amoako will um seinen HSV-Platz kämpfen
Das Tor kam für Amoako also zu einem durchaus wichtigen Zeitpunkt. Denn: Die ungewohnte Rolle als Reservist beschäftigt ihn. „Das ist eine neue Konstellation“, räumte er ein. Zwar habe er mit Anlaufschwierigkeiten gerechnet, dennoch gebe es Momente, „da liegt man im Bett und denkt: Okay, was ist los?“
Aufgeben kommt für ihn dennoch nicht infrage. Stattdessen will sich Amoako weiter über das Training empfehlen. „Das ist mir wichtig“, betonte er. Sein erstes Tor im HSV-Trikot dürfte ihm auf dieser Mission zweifelsohne wichtigen Rückenwind verleihen.
Auch deshalb fühlte sich der Nachmittag gegen Kopenhagen deutlich größer an als ein gewöhnliches Testspiel. „Es war im Stadion unglaublich“, schwärmte Amoako. „Es war an sich schon wie ein Ligaspiel, nur dass es keine Punkte gab, kein Geld. Aber ein Tor für mich.“









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