Niko Kovac setzt bei Borussia Dortmund auf klare Prinzipien. Defensive Stabilität und eine hohe Laufbereitschaft gehören zu den zentralen Anforderungen des BVB-Trainers. Lukas Hradecky kennt diese Arbeitsweise noch bestens aus seiner gemeinsamen Zeit bei Eintracht Frankfurt.
Der finnische Torhüter spielte zwischen 2015 und 2018 bei Eintracht Frankfurt insgesamt 90 Pflichtspiele unter Kovac. Gemeinsam feierten sie 2018 den Gewinn des DFB-Pokals. Vor allem die körperliche Fitness habe unter dem Kroaten eine wichtige Rolle gespielt, erinnert sich Hradecky im Interview mit dem kicker.
„Ich bin wirklich kein Fan vom Ergometer, aber wir haben schnell gemerkt, wie sich unsere Fitness verbessert hat“, erklärte der 36-Jährige. „Die Ausdauer war von Beginn an eins der größten Themen für ihn. Das hat man dann auch direkt in den Spielen auf dem Platz gesehen.“
Auch defensiv habe Kovac bei seinen Mannschaften früh für klare Strukturen gesorgt. Hradecky sieht darin einen wesentlichen Grund für die aktuelle Stärke des BVB.
„Die Stabilisierung der Abwehr war ihm sehr wichtig, auch da sind wir nach ein paar Wochen deutlich besser geworden“, sagte der Keeper. Dortmund stellt aktuell eine der besten Defensiven der Bundesliga. Für Hradecky ist das kein Zufall.
„Das sieht man wirklich bei jedem seiner Vereine, auch in Monaco wird davon bis heute gesprochen, wenn es um ihn geht. Das ist kein Zufall. Er ist einfach schlau genug, zu wissen, dass genau das die Spiele gewinnt“, so der Keeper.
„Am Ende hatte er recht“
Hradecky wechselte im Sommer 2025 zur AS Monaco, wo Kovac zwischen von Juli 2020 bis Januar 2022 unter Vertrag stand.
Neben taktischen Vorgaben hebt der Torhüter vor allem Kovacs Fähigkeit hervor, seine Mannschaft von seinem Weg zu überzeugen. Schon in Frankfurt habe der heutige BVB-Coach dabei großen Einfluss auf seine Spieler ausgeübt.

„Die Überzeugung als Motivator, die Fähigkeit, eine Mannschaft und einen Verein mitzunehmen, das war in Frankfurt schon seine größte Stärke“, betonte Hradecky. Kovac habe seinen Spielern damals eine klare Botschaft mitgegeben: „Er hat gesagt: Wir schaffen den Klassenerhalt, wenn ihr es so macht, wie ich es euch sage, und ihr mir folgt. Am Ende hatte er damit recht.“
Kovac übernahm Frankfurt im März 2016 auf dem 16. Tabellenplatz und führte die Eintracht anschließend über die Relegation zum Klassenerhalt. In den folgenden Jahren entwickelte sich der Klub unter ihm weiter und legte den Grundstein für eine erfolgreiche Phase.
Hradeckys Aussagen machen deutlich, dass Kovac seinen grundsätzlichen Ansatz über die Jahre beibehalten hat. Auch in Dortmund setzt der 54-Jährige auf defensive Stabilität, Fitness und die Geschlossenheit seiner Mannschaft.











Kommentare