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Kurios: Warum Conte gerne bei Krisenklub arbeiten würde
fussball-news.defussball-news.de·VonLukas Neth

Kurios: Warum Conte gerne bei Krisenklub arbeiten würde

Antonio Conte ist derzeit vereinslos – und hat trotzdem bereits eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche Aufgabe ihn bei seinem nächsten Klub reizen würde. Der ehemalige Chelsea- und Tottenham-Trainer könnte sich ein Engagement bei einem Traditionsverein vorstellen, der sportlich schwierige Zeiten durchmacht.

„Viele Vereine haben ihre Geschichte etwas aus den Augen verloren. Ich würde gerne zu einem dieser Vereine gehen, um diese Geschichte wiederzubeleben und sie zu neuem Glanz erstrahlen zu lassen“, erklärte Conte im Gespräch mit der New York Times.

Der 57-Jährige sucht demnach nicht einfach irgendeinen neuen Arbeitgeber. Vielmehr geht es ihm um einen Klub mit großer Vergangenheit, bei dem er selbst einen Wiederaufbau vorantreiben kann. Entscheidend sei für ihn, dass innerhalb des Vereins eine klare Vision vorhanden ist und alle Beteiligten an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.

„Wenn man zu einem Verein kommt, dessen Geschichte für sich spricht – eine Geschichte voller Trophäen, Meisterschaften und Siege –, kann man diese Geschichte nur auf eine Weise ehren: indem man den Ehrgeiz hat, diesen Verein – falls er heute nicht mehr da ist – wieder aufzubauen und für diese Ziele zu kämpfen“, betonte Conte.

Dabei blickt der Italiener auch auf seine eigene Karriere zurück. Bei Juventus, Chelsea und zuletzt Napoli gelang es ihm, Mannschaften wieder an die Spitze zu führen. Besonders sein Meistertitel mit Chelsea 2016/17 steht für Contes Fähigkeit, einen Klub innerhalb kurzer Zeit zu verändern. Die Blues waren zuvor nur Zehnter geworden, unter Conte folgte direkt die englische Meisterschaft.

In der Saison 2024/25 gelang ihm das Kunststück erneut: Er formte aus einer Napoli-Mannschaft, die zuvor im Mittelfeld gelandet war, eine Meistermannschaft, obwohl Osimhen, Zieliński und Kvaratskhelia den Verein im Laufe der Saison verließen.

Premier League bleibt interessant

Eine Rückkehr nach England kann sich Conte offenbar gut vorstellen. Die finanziellen Möglichkeiten der Premier League seien im europäischen Vergleich außergewöhnlich. Gleichzeitig müsse das vorhandene Geld sinnvoll eingesetzt werden.

„In England werden heute Panzerfäuste eingesetzt, während anderswo immer noch Pistolen verwendet werden“, sagt Conte mit Blick auf die enormen finanziellen Unterschiede. Entscheidend sei jedoch nicht allein die Höhe der Ausgaben: „Man mag zwar das Geld haben, aber man muss es klug ausgeben.“

Damit passt seine Vorstellung auch zu seiner Kritik an Klubs, die hohe Summen investieren, ohne daraus den entsprechenden sportlichen Erfolg zu ziehen. Beispielhaft dafür stehen mit Chelsea und Tottenham ausgerechnet zwei Ex-Klubs von Conte. Beide Vereine haben in den vergangenen Jahren viel Geld für neue Spieler ausgegeben, warten aber weiterhin auf nachhaltigen sportlichen Erfolg.

Foto: IMAGO

„Dieser Funken“ muss vorhanden sein

Bei seinem nächsten Arbeitgeber möchte Conte deshalb von Beginn an eine Siegermentalität etablieren. Er weiß allerdings, dass Erfolg nicht garantiert werden kann.

„Ich weiß genau, dass nur eine Mannschaft jedes Jahr gewinnen kann, aber ich muss diesen Funken, diese Hoffnung, die einen sagen lässt: ‚Verdammt, wir können gewinnen!‘, in meinem Herzen tragen – und in den Herzen der Fans, meiner Spieler und meiner Verantwortlichen wecken.“

Seine nächste Aufgabe dürfte deshalb vor allem eines sein: eine Mannschaft mit großer Vergangenheit wieder an ihre früheren Erfolge heranzuführen. „Viele Vereine haben ihre Geschichte etwas aus den Augen verloren“, sagte Conte. „Ich würde gerne zu einem dieser Vereine gehen, um diese Geschichte wiederzubeleben und sie zu neuem Glanz erstrahlen zu lassen.“

Quelle: fussball-news.deZum Original

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