Beide Seiten wollen den Wechsel – trotzdem steht ein möglicher Winter-Transfer schon jetzt auf wackligen Beinen, und das liegt ausgerechnet am Geld.
Der BVB zeigt weiterhin Interesse an einem Transfer von Marcel Regula. Doch der Wechsel hängt auch von möglichen Abgängen bei Borussia Dortmund ab. Das berichtet „Sky„. Sportdirektor Ole Book steht demnach nach wie vor in engem Austausch mit dem polnischen Offensivspieler, der seinerseits keinen Zweifel an seinem Wechselwunsch lässt: Marcel Regula will nach Dortmund. Sein aktueller Arbeitgeber Zagłębie Lubin denkt allerdings nicht daran, ihn zum Schnäppchenpreis ziehen zu lassen und fordert eine Ablösesumme zwischen sieben und acht Millionen Euro.
Genau diese Summe könnte zum entscheidenden Hindernis werden. Nach einem finanziell kostspieligen Sommer-Transferfenster bleibt den Schwarz-Gelben nur noch begrenzter finanzieller Spielraum. Damit sich ein Winter-Wechsel überhaupt realisieren lässt, müsste Borussia Dortmund zunächst selbst einen Spieler verkaufen. Als möglicher Abgangskandidat wird dabei immer wieder Luca Reggiani gehandelt. Bleibt ein solcher Schritt aus, droht die Verpflichtung von Marcel Regula trotz beiderseitigen Interesses zu scheitern.
Wie eng diese Entscheidung bereits im Sommer ausfiel, zeigte sich rund um den Deadline-Day der vergangenen Transferperiode. Die schwere Verletzung von Giannis Konstantelias, nur etwa 72 Stunden vor Schließung des Transferfensters, stellte die komplette Kaderplanung der Dortmunder auf den Kopf. Solange unklar blieb, ob der FC Arsenal einer Leihe von Ethan Nwaneri zustimmen würde, hielten die Verantwortlichen parallel Kontakt zu Marcel Regula und schickten sogar ein Flugzeug nach Polen, um ihn im Bedarfsfall schnellstmöglich nach Dortmund zu bringen. Erst tief in der Nacht erteilte Arsenal grünes Licht für die Leihe von Ethan Nwaneri – aus Kostengründen entschied sich der BVB daraufhin für diese Variante statt für die geforderte Ablöse des Polen.
Dass das Thema nun erneut aufkommt, hat einen klaren sportlichen Hintergrund. Seit dem bislang nicht kompensierten Abgang von Yan Couto zu Como 1907 ist der Kader der Dortmunder gerade auf den Außenbahnen eher schmal besetzt. Zusätzliche Brisanz erhielt die Situation durch die angeschlagene Auswechslung von Julian Ryerson beim 1:2 Norwegens gegen Portugal, was die ohnehin dünne Personaldecke auf der rechten Seite weiter offenlegte. Hier soll Marcel Regula künftig aushelfen: Eigentlich als zentraler offensiver Mittelfeldspieler zu Hause, kann der Pole auch auf beiden Flügeln sowie als zweite Spitze eingesetzt werden. Gerade diese Vielseitigkeit macht ihn für den BVB so interessant.
BVB-Flirt Marcel Regula nun polnischer Nationalspieler
Auch sportlich untermauerte Marcel Regula seine starke Entwicklung zuletzt international. Am 2. Oktober feierte er beim 6:0-Erfolg Polens gegen Rumänien sein Debüt für die A-Nationalmannschaft, als er in der 71. Minute für Sebastian Szymański eingewechselt wurde. Bei Zagłębie Lubin besitzt der Offensivspieler noch einen laufenden Vertrag bis zum Sommer 2028, was dem polnischen Klub bei künftigen Verhandlungen zusätzlichen Spielraum verschafft.
Wie ernst es dem BVB mit Verstärkungen für die Kaderbreite ist, machte Sportdirektor Ole Book zuletzt im RN-Format „19:09 – der schwarzgelbe Talk“ deutlich: „Ja, wir sind in der Breite aktuell nicht übermäßig besetzt, das ist sicher so.“ Gleichzeitig verwies er auch auf vorhandene Alternativen im eigenen Kader: „Wir haben einige Spieler, die das sehr gut beherrschen.“ Dass eine Verpflichtung dennoch an Bedingungen geknüpft sein könnte, ließ Ole Book ebenfalls erkennen: „Es könnte aber auch sein, dass dafür zunächst noch ein Abgang nötig ist.“

Genau in dieser letzten Aussage liegt der eigentliche Knackpunkt der gesamten Personalie. Sowohl der Wunsch von Marcel Regula als auch das grundsätzliche Interesse des BVB stehen längst fest, ebenso die passende taktische Funktion im Kader. Ohne einen vorherigen Verkauf – möglicherweise von Luca Reggiani – dürfte das notwendige Budget für die geforderte Ablösesumme aber schlicht fehlen. Bleibt die Abgangsseite bei Borussia Dortmund in den kommenden Wochen unverändert, müsste der Klub das Thema Marcel Regula wohl erneut vertagen – trotz aller Sympathien, die auf beiden Seiten längst vorhanden sind.










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