Nach den Enthüllungen von Ralf Fährmann meldet sich Kevin Großkreutz zu Wort. Die BVB-Legende übt deutliche Kritik am früheren Schalke-Keeper.
Ralf Fährmann hat einen großen Teil seiner Karriere beim FC Schalke 04 verbracht. Nun verarbeitet der frühere Torhüter seine Erlebnisse in der Biografie „Schalke und ich – eine Liebesgeschichte“. Darin geht es nicht nur um sportliche Höhen und Tiefen. Der 38-Jährige schildert auch Situationen hinter verschlossenen Türen – und genau das gefällt Kevin Großkreutz offenbar überhaupt nicht.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhält eine Episode aus der Amtszeit von Dimitrios Grammozis. Nach einer 1:2-Pleite in Düsseldorf in der Saison 2021/22 soll der damalige Schalke-Coach bei der Aufarbeitung der Partie einen heftigen Ton angeschlagen haben. Fährmann gibt dessen Worte folgendermaßen wieder: „Ihr wollt mich f…..? Ihr wollt meinen Staff f…..? Ihr könnt eure Insta-Bräute f….., aber nicht mich!“
Die Reaktion innerhalb der Mannschaft fiel laut Fährmann zurückhaltend aus. Der ehemalige Keeper beschreibt das damalige Team als „die wohl bravste Mannschaft, in der ich gespielt hatte“. Viele seiner Mitspieler seien zu diesem Zeitpunkt bereits Familienväter gewesen.
Schalke-Interna von Fährmann: Großkreutz übt deutliche Kritik
Dass eine solche Szene überhaupt ihren Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat, sieht Großkreutz kritisch. Der frühere BVB-Profi meldete sich unter einem Instagram-Beitrag von ransport zu Wort. Dort schrieb er: „Was Trainer oder Mitspieler erzählen, das plappert man nicht in die Öffentlichkeit weiter (außer es wurde vorher abgestimmt). Hat was mit Ehre zu tun.“ Mehr als 2.000 Nutzer markierten den Kommentar mit „Gefällt mir“.

Neben Geschichten aus der Kabine thematisiert Fährmann auch seine letzten Monate bei den Königsblauen. Im Sommer 2024 musste der langjährige Schlussmann bei der U23 trainieren. Später stand fest, dass sein bis 2025 laufender Vertrag keine Verlängerung erhalten würde. Nach eigener Darstellung verlor er in dieser Phase mehrere Privilegien. Unter anderem durfte er die Kabine nicht mehr nutzen und bekam keine Tickets mehr für die Partien.
Heute lebt Fährmann in der Schweiz. Die Verbindung zu Schalke besteht dennoch weiter. Die Spiele seines ehemaligen Vereins verfolgt er nach eigenen Angaben im Fernsehen. Trotz aller Enttäuschungen stellt er klar: „Trotz allem: Ich liebe Schalke. Das ist die Wahrheit.“










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