Die Ausgangslage ist klar: Die Verletzung von Albert Grønbaek ist bitter für den HSV – für Martin Adeline aber eine große Gelegenheit.
Der 22-Jährige wird gegen die TSG Hoffenheim (10. Oktober) mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut in der Startelf stehen. Dabei soll er ausgerechnet jenen Offensivspieler ersetzen, der sich vor seiner Verletzung als bislang gefährlichster HSV-Profi präsentiert hatte.
Trainer Merlin Polzin traut seinem Neuzugang das allemal zu. „Martin bringt viele von den Dingen mit, die für uns als Verein wichtig sind“, lobte der HSV-Coach (via Bild) und hob insbesondere Adelines Mentalität hervor. Der Franzose zeichne sich durch „Verantwortung zu übernehmen, sich verbessern zu wollen“ und den Willen aus, „alles zu investieren, um erfolgreich zu sein“.
Auch auf dem Platz sieht Polzin bereits zahlreiche Qualitäten. „Er hat immer wieder Zug nach vorn. Das ist etwas, was mich sehr an ihm begeistert“, stellte der 35-Jährige klar. Gerade Laufbereitschaft, Freilaufverhalten und Intensität in Umschaltsituationen seien Stärken des vier Millionen Euro teuren Sommerzugangs.

Adeline wartet auf seinen ersten HSV-Scorer
Gleichzeitig gehen mit der gezahlten Summe natürlich gewisse Erwartungen einher. Adeline ist nach seinem Wechsel vom französischen Erstliga-Aufsteiger Troyes noch nicht vollends angekommen und wartet weiterhin auf seinen ersten Scorerpunkt im HSV-Trikot. Auch im Test gegen den FC Kopenhagen (2:0) vergab er eine Großchance aus kurzer Distanz.
Polzin bleibt dennoch geduldig. „Du kommst aus der zweiten französischen Liga und misst dich dann mit Borussia Dortmund“, erklärte er beispielhaft. Deshalb müsse sich der Anspruch zunächst etwas „runterschrauben“. Gleichzeitig sehe er „eine Entwicklung“ und ist überzeugt: „Wenn man den Ehrgeiz und den Fleiß wie er hat, wird sich das auf Strecke auszahlen.“
Adeline dürfte nun schnell liefern wollen. Schließlich könnte Grønbaek unter Umständen auch gegen den VfB Stuttgart (17. Oktober) fehlen. In Sinsheim werden deshalb nicht wenige Augen der HSV-Fans auf den Topscorer der vergangenen Ligue-2-Saison gerichtet sein.









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