Am heutigen Samstag tritt der HSV bei der TSG Hoffenheim an. In den vergangenen Tagen sorgte die Ticketpreise für mächtig Ärger.
Auf die lange Reise in den Kraichgau begaben sich rund 10.000 Hamburger Unterstützer. Sie mussten für den Eintritt allerdings tief in die Tasche greifen. Die am Gästeblock grenzenden Plätze kosteten im Hintertorbereich 52 Euro, auf der Gegengeraden sogar zwischen 80 und 90 Euro. Zum Vergleich: Im Europa-League-Heimspiel gegen Olympique Lyon – einem ebenfalls namhaften, wenn auch nicht so viele Fans mitbringendem Gegner – werden selbige Plätze für 30 bzw. 40 bis 46 Euro verkauft.
Hamburger Fans schrieben in sozialen Netzwerken immer wieder von „Abzocke“ oder bezeichneten das Verhalten der TSG, bei der selbst der Heimbereich noch nicht vollständig ausgebucht war, als „dreist“. Ähnlich erging es bereits den Anhängern des VfB Stuttgart, der am dritten Spieltag in Hoffenheim antrat. Die Begegnung genießt bei den Schwaben den Ruf als 18. Heimspiel, was die TSG jedoch voll auskostete und eine dem HSV-Spiel gleichende Preispolitik wählte.

HSV vor erstem nicht ausverkauften Spiel seit eineinhalb Jahren
Der Verein selbst sieht darin keine Probleme. „Schon seit Jahren ist es darüber hinaus ein übliches Vorgehen, dass Topspiele gegen attraktive Clubs mit einem gesonderten Preismodell ausgestattet sind. Die hochpreisigen Sitzplätze machen dabei aber stets nur einen kleinen Teil der gesamten Arena-Kapazität aus“, teilte er auf Anfrage des Hamburger Abendblatts mit. Da der Heimbereich nicht zugänglich ist und Tickets für die Haupttribüne auf regulärem Weg schwer erhältlich sind, sind Gästefans jedoch dazu gezwungen, auf die „hochpreisigen Sitzplätze“ zurückzugreifen.
Es macht daher den Eindruck, als würden Fans großer Traditionsvereine für ihre Reisefreudigkeit besonders zur Kasse gebeten. Zumal die sich für die „erneut günstigsten Dauerkarten-Plätze der gesamten Liga“ rühmende TSG im nächste Heimspiel gegen Leverkusen – in den vergangenen Jahren wesentlich erfolgreicher als der HSV – Preise wie gegen Lyon aufrief.
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Das Hoffenheimer Handeln wirkt sich im Übrigen auf das Zuschauerinteresse aus. Wenige Stunden vor dem Anpfiff ist die heutige Begegnung nämlich noch nicht ausverkauft – ein Novum seit der Hamburger Bundesliga-Rückkehr. Letztmals trat dieser Fall am 28.03.2025 im Heimspiel gegen Elversberg (0:0) ein, aufgrund eines nicht vollständig ausgelasteten Gästeblocks.
Foto: IMAGO









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