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Offensive ist Trumpf: Wie der HSV der TSG Hoffenheim ein Bein stellen kann
Nur die RauteNur die Raute·VonManuel Behlert

Offensive ist Trumpf: Wie der HSV der TSG Hoffenheim ein Bein stellen kann

Die XXL-Länderspielphase ist endlich vorüber, die Bundesliga geht wieder los! Es hat sich sehr lange angefühlt, ehe der HSV zum letzten Mal in einem Pflichtspiel im Einsatz war. Nach der Pause geht es auf Reisen, die Rothosen spielen bei der TSG Hoffenheim. 

Die Hoffenheimer haben sich immerhin mit einer sehr guten Saison 2025/26 für die Europa League qualifiziert und tanzen auf mehreren Hochzeiten. Für den HSV ist das, gerade nach einem eher durchwachsenen Start in die Saison, ein echter Test.

Doch bei der TSG ist auch nicht alles gut. Und genau das ist es, worauf man beim HSV baut. Der Druck liegt in einem Heimspiel, das ist naheliegend, eher bei den Gastgebern von Trainer Christian Ilzer.

Hoffenheim mit durchwachsenem Start

Drei Punkte haben die Hoffenheimer bisher in der Liga auf dem Konto. Besonders bemerkenswert war die 1:3-Niederlage beim SC Paderborn direkt vor den Länderspielen. Die 2:3-Pleite in Köln zum Auftakt konnte man noch als Betriebsunfall abtun, die Pleite zuhause gegen Dortmund, die sehr knapp war, war nicht das Problem.

Den einzigen Sieg in der Liga holte die TSG gegen den VfB Stuttgart. Auffällig war, dass Hoffenheim in der Bundesliga in vier Spielen sogar sieben Tore erzielte, damit aber trotzdem nur drei Punkte einfahren konnte. Deswegen ist die Stimmung nicht ideal, zumal die Wochen jetzt extrem intensiv werden.

Christian Ilzer
Foto: IMAGO

Der HSV hat deswegen psychologisch also einen kleinen Vorteil, sollte man meinen. Immerhin: In Sinsheim war es jetzt nicht unruhig, Trainer Ilzer hat noch einen gewissen Spielraum, was die Geduld der Verantwortlichen anbelangt. Angesichts der englischen Woche mit dem HSV, Besiktas und Gladbach und insgesamt vier englischen Wochen nacheinander ist der Druck aber da.

Wo die TSG für den HSV zu knacken ist

Wenn ein Team, das oben mitspielen will, nach vier Spielen schon drei Niederlagen auf dem Konto hat, dann stimmt etwas nicht. Der Grund für die Probleme der Kraichgauer liegt ganz klar in der Defensive. Nach dem Auftakt in die Pflichtspielsaison im Pokal gegen Aue (4:0) gab es in fünf Pflichtspielen sage und schreibe zwölf Gegentore. Das ist viel zu viel. Und es sind nicht einmal die ganz klaren Muster erkennbar: Mal sind es Unzulänglichkeiten bei ruhenden Bällen, mal Abspielfehler, mal wird man im Konter erwischt.

Kurzum: Hoffenheim bietet etwas an, die Defensivabläufe stimmen nicht. Genau davon kann und will der HSV profitieren. Die Elf von Trainer Merlin Polzin muss dafür aber auch etwas tun. Gerade gegen etwas anfälligere Teams, denen gerade die Sicherheit fehlt, ist situatives, mannorientiertes Pressing wichtig. Heißt: Der HSV muss die Schwachstellen im Aufbau ausmachen und dann auf Kommando gnadenlos attackieren. So kann man den Ball gewinnen oder zumindest dafür sorgen, dass unsicher herausgespielt wird und die Wahrscheinlichkeit eines Ballgewinns steigt.

Hinzu kommt, dass es der HSV nutzen muss, kopfballstarke Spieler in den eigenen Reihen zu haben. Dass die TSG aktuell bei ruhenden Bällen nicht immer gut aussieht, ist gerade in einem Auswärtsspiel etwas, was dem HSV entgegenkommen könnte. Natürlich muss man sich diese Situationen auch erarbeiten, aber wenn sie vorhanden sind, muss man sie auch nutzen. Natürlich wird auch vieles auf die eigene Balance und Stabilität ankommen, keine Frage.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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