Der FC Bayern hat am fünften Bundesliga-Spieltag die Chance verpasst, an Borussia Dortmund vorbeizuziehen. Während der BVB gegen Werder Bremen nicht über ein 2:2 hinauskam, musste sich auch der Rekordmeister beim FC Augsburg mit einem Unentschieden begnügen. Trainer Vincent Kompany zeigte sich davon allerdings wenig beeindruckt. Die Ergebnisse des direkten Konkurrenten interessieren den Belgier nach eigenen Angaben überhaupt nicht.
Dabei hätte die Ausgangslage für die Münchner durchaus besser sein können. Dortmund hatte bereits vor dem Bayern-Spiel Punkte liegen lassen und damit die Tür zur Tabellenführung geöffnet. Doch die Mannschaft von Kompany konnte die Vorlage nicht nutzen.
Nach einem frühen Rückstand und zahlreichen vergebenen Torchancen reichte es in Augsburg ebenfalls nur zu einem 2:2. Dennoch wollte sich der Bayern-Coach anschließend nicht mit dem Ergebnis des BVB beschäftigen.
Kompany: „Ich weiß nicht einmal, wie Dortmund gespielt hat“
Im Gespräch mit Sky wurde Kompany auf den Patzer von Borussia Dortmund angesprochen. Seine Antwort fiel überraschend deutlich aus.
„Ich muss ehrlich sein, ich weiß nicht einmal, wie Dortmund gespielt hat. Ich bin heute in dieses Stadion gekommen, ohne zu wissen, wie Dortmund gespielt hat. Das ist mir egal“, erklärte der 40-Jährige.
Für den Bayern-Trainer spielt es zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison offenbar keine Rolle, welche Ergebnisse die Konkurrenz einfährt. Stattdessen konzentriert er sich ausschließlich auf die Leistungen seiner eigenen Mannschaft.
„Irgendwann werden wir gegeneinander spielen, und dann wird es wichtig sein. Am Ende der Saison zählt nur der Punkteabstand zwischen Dortmund und uns“, betonte Kompany.
Damit machte der Belgier deutlich, dass er sich vom aktuellen Tabellenstand nicht aus der Ruhe bringen lassen möchte.
Kompany erinnert an Titelkampf zwischen City und Liverpool

Seine Haltung begründete Kompany auch mit den Erfahrungen aus seiner aktiven Karriere. Während seiner Zeit bei Manchester City erlebte er mehrere intensive Meisterschaftsduelle mit dem FC Liverpool.
Besonders die Spielzeiten, in denen beide Mannschaften nahezu jeden Punkt benötigten, haben den ehemaligen Innenverteidiger geprägt.
„Als ich bei Manchester City war, war ich in diesen unglaublichen Kampf mit Liverpool verwickelt. Irgendwann ging es darum, 100, 98 oder 99 Punkte zu erreichen“, erinnerte sich der Bayern-Coach.
Aus diesen Erfahrungen habe er gelernt, dass es wenig bringt, ständig auf die Ergebnisse des direkten Konkurrenten zu schauen.
„Irgendwann hat man dann ganz aufgehört, auf den Gegner zu schauen. Man hat sich nur noch auf sich selbst und seine eigenen Ziele konzentriert und einfach weitergemacht“, erklärte Kompany.
Bayern vor richtungsweisenden Wochen
Für die Münchner dürfte diese Einstellung in den kommenden Wochen besonders wichtig werden. Nach dem zweiten Unentschieden im fünften Bundesliga-Spiel wartet ein anspruchsvolles Programm auf den Rekordmeister.
Bereits am Dienstag steht das Champions-League-Auswärtsspiel bei Viking Stavanger an. Anschließend folgen unter anderem die Begegnungen gegen RB Leipzig und den FC Arsenal.
Ende Oktober kommt es schließlich zum direkten Duell mit Borussia Dortmund. Spätestens dann wird auch für Kompany das Abschneiden des BVB wieder eine größere Rolle spielen.
Bis dahin verfolgt der Bayern-Trainer jedoch einen klaren Ansatz: Die Münchner sollen ihre eigenen Leistungen verbessern, unnötige Fehler vermeiden und möglichst viele Punkte sammeln. Was die Konkurrenz macht, ist für Kompany vorerst zweitrangig.










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