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Marescas schwierige ManCity-Aufgabe: Liverpool-Kracher im Schatten des Urteils
fussball-news.defussball-news.de·VonTill Gabriel

Marescas schwierige ManCity-Aufgabe: Liverpool-Kracher im Schatten des Urteils

Hinter ManCity liegt die wohl turbulenteste Länderspielpause der Klubgeschichte. Am Sonntag soll der Fokus auf dem Sportlichen liegen.

Nachdem man in allen Anklagepunkten von einer unabhängigen Kommission schuldig gesprochen wurde und nun aufgrund von Verstößen gegen die Finanzregeln der Premier League und Schummeleien während der Aufklärung, muss der Verein drastische Strafen bis hin zu einem Zwangsabstieg fürchten.

Trainer Enzo Maresca musste daher die schwere Aufgabe meistern, seine Mannschaft inmitten der Sorgen um den Fortbestand als Profiverein bestmöglich auf das wichtige Duell mit den Reds am Sonntag (17.30 Uhr, Sky) vorzubereiten. Denn sportlich läuft es bei den Cityzens seit dem Abschied von Star-Trainer Pep Guardiola richtig gut.

Tabellenführer ManCity vor erstem echten Härtetest

Nach fünf Spielen stehen die Skyblues an der Spitze der Premier League und haben drei Punkte Vorsprung auf Titelverteidiger Arsenal. Auch in der Champions League ist der Saisonstart geglückt, gegen den FC Porto setzte sich ManCity mit 2:0 durch. Mit Liverpool wartet nun der erste richtige Gradmesser auf Marescas Mannschaft.

Beim Spiel gegen die Reds wird dessen Vorgänger Pep Guardiola so präsent sein, wie nie zuvor in den letzten Wochen. Zum einen wegen des Skandals, der sich auch während der Amtszeit des Spaniers abgespielt haben soll, zum anderen, weil sich die Duelle mit Jürgen Klopps Liverpool während der Guardiola-Ära zu einem der bedeutendsten Spiele des englischen Fußballs entwickelt haben. Inzwischen stehen auf beiden Seiten andere Trainer an der Seitenlinie, der Glanz des Spiels ist zwar weiterhin da, verblasste in den letzten zwei Jahren jedoch bereits stark.

Enzo Maresca, ManCity
Foto: IMAGO

Maresca wollte vor seinem ersten Aufeinandertreffen mit Liverpool lieber über das Sportliche als über Finanzvergehen und alte Tage reden. „Ehrlich gesagt bin ich persönlich ganz gelassen. Der Verein hat sich ganz klar geäußert. Wir vertrauen dem Verein voll und ganz“, betonte der Italiener mit Blick auf das ManCity-Urteil: „Wir sind uns der Aufregung bewusst, aber wir konzentrieren uns ausschließlich auf das, was wir beeinflussen können – und das ist nur der sportliche Bereich.“

Dass seine Mannschaft den Fokus voll auf die 90 Minuten am Sonntag legt, dessen ist sich der Guardiola-Nachfolger sicher: „Darauf konzentrieren sich die Spieler gerade voll und ganz. Sie wissen, dass wir nur den Fußball beeinflussen können – um andere Dinge machen sie sich überhaupt keine Sorgen. Sie kennen ihren Job und wissen, dass es viel Wirbel gibt, aber der ist ihnen ziemlich egal“, wird Maresca auf der vereinseigenen Homepage zitiert.

„Ganz gleich, was im Leben passiert, wir müssen immer lächeln. Wir müssen positiv bleiben, nach vorne schauen, versuchen, Fußballspiele zu gewinnen, die Situation zu genießen und das Spiel für uns zu entscheiden“, pflichtete Erling Haaland seinem Trainer bei. Der norwegische Nationalstürmer meldete sich nach einer kleinen Blessur rechtzeitig fit für das Topspiel: „Es ist immer etwas Besonderes, gegen Liverpool zu spielen. Ich habe dort gewonnen, unentschieden gespielt und verloren. Jedes Premier-League-Spiel ist anders, und jedes Premier-League-Spiel gegen Liverpool ist etwas ganz Besonderes.“

Unter Iraola: Liverpool startet durchwachsen

Mit Spannung darf allerdings nicht nur erwartet werden, ob die Spieler von Manchester City die Nebengeräusche tatsächlich ausblenden und den Platz an der Sonne der Premier League verteidigen können, sondern auch, wie der FC Liverpool die Länderspielpause genutzt hat.

Unter dem neuen Trainer Andoni Iraola war zu Saisonstart noch Sand im Getriebe, nur zwei Siege fuhr der LFC bisher in der Liga ein. Bei drei Unentschieden ist der englische Rekordmeister nach fünf Spieltagen allerdings auch noch unbesiegt. Offensiv wusste das Team von Iraola durchaus zu gefallen, präsentierte sich in der Arbeit gegen den Ball allerdings zu anfällig.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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