Der FC Bayern hat die große Chance auf die Tabellenführung liegen lassen. Nach dem überraschenden 2:2 von Borussia Dortmund gegen Werder Bremen kamen auch die Münchner beim FC Augsburg nicht über ein Unentschieden hinaus. Besonders ärgerlich: Der Rekordmeister hatte genügend Möglichkeiten, um das Derby für sich zu entscheiden. Sportvorstand Max Eberl fand nach dem Abpfiff deutliche Worte.
Bereits nach acht Sekunden gerieten die Bayern durch einen folgenschweren Patzer von Manuel Neuer in Rückstand. Zwar zeigte die Mannschaft von Vincent Kompany anschließend eine ordentliche Reaktion, doch trotz zahlreicher Torchancen reichte es am Ende nur zu einem 2:2.
Damit haben die Münchner nach fünf Bundesliga-Spieltagen bereits zweimal Punkte liegen lassen. Für die eigenen Ansprüche ist das zu wenig, zumal sich die Bayern gegen Augsburg vor allem durch individuelle Fehler selbst das Leben schwer machten.
Eberl kritisiert: „Wir bringen uns immer selbst in die Not“
Nach dem Spiel zeigte sich Eberl insbesondere über die vermeidbaren Gegentore verärgert. Der 52-Jährige machte deutlich, dass die Bayern aktuell zu häufig an ihren eigenen Fehlern scheitern.
„Also natürlich hat Augsburg ein sehr gutes Spiel gemacht. Ehrlicherweise bringen wir uns aber immer selbst in die Not“, erklärte der Sportvorstand.
Besonders der frühe Rückstand ärgerte den Bayern-Boss. Allerdings sah er auch im weiteren Spielverlauf genügend Möglichkeiten, um die Partie zu drehen.
„Das 0:1 war ein Fehler, das passiert mal. Chancen hatten wir vor der Halbzeit auch schon, nach der Pause waren wir dann sauberer. Da hatten wir mehr Chancen. Dann haben wir getroffen und wir machen es deutlich besser. Aber dann machen wir es uns wieder selbst schwer beim Gegentor“, analysierte Eberl.
Immerhin gelang den Münchnern noch der Ausgleich. Mit dem Remis wollte sich der Sportvorstand allerdings nicht zufriedengeben.
„Wir machen das 2:2, völlig verdient, hatten genug Chancen, das Spiel zu gewinnen“, stellte er klar.
„Dann musst du das Spiel auch gewinnen“

Neben den defensiven Unachtsamkeiten bemängelte Eberl vor allem die mangelnde Chancenverwertung. Auch Harry Kane hatte nach dem Spiel darauf hingewiesen, dass die Bayern ihre Möglichkeiten konsequenter nutzen müssen.
Die statistischen Werte unterstreichen die offensive Überlegenheit der Münchner. Laut Eberl lag der Expected-Goals-Wert des Rekordmeisters bei knapp fünf.
„Ich bin kein großer Freund von den xG-Statistiken, aber wenn du knapp fünf hast, dann musst du das Spiel auch gewinnen“, betonte der Bayern-Boss.
Damit sprach Eberl ein Problem an, das die Münchner in dieser Saison bereits mehrfach beschäftigt hat. Trotz spielerischer Überlegenheit gelingt es der Mannschaft nicht immer, ihre Chancen in die nötigen Tore umzumünzen.
Auch Trainer Kompany hatte nach dem Abpfiff eingeräumt, dass seine Mannschaft zu viele Fehler gemacht habe.
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Bayern allerdings nicht. Bereits in den kommenden Tagen geht es in der Champions League gegen Viking Stavanger weiter. Anschließend warten unter anderem RB Leipzig und der FC Arsenal.
Für Eberl und Kompany ist die Marschroute klar: Die individuellen Fehler müssen reduziert und die Torchancen konsequenter genutzt werden. Andernfalls drohen den Münchnern auch in den kommenden Topspielen unnötige Punktverluste.










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