Der FC Bayern hat beim 2:2 gegen den FC Augsburg erneut wichtige Punkte im Bundesliga-Titelrennen liegen lassen. Besonders der frühe Gegentreffer nach einem folgenschweren Fehler von Manuel Neuer sorgte für Gesprächsstoff. Trainer Vincent Kompany wollte nach dem Abpfiff allerdings keine Schuldzuweisungen vornehmen und nahm seine Mannschaft ausdrücklich in Schutz.
Dabei hatten sich die Münchner den Start in das Derby ganz anders vorgestellt. Bereits nach acht Sekunden brachte Robin Fellhauer die Gastgeber in Führung. Vorausgegangen war ein grober Patzer von Neuer, der damit unfreiwillig am schnellsten Tor der Bundesliga-Geschichte beteiligt war.
Auch danach taten sich die Bayern zunächst schwer. Erst nach rund einer halben Stunde fand der Rekordmeister besser in die Partie. Vor allem im zweiten Durchgang erspielten sich die Münchner zahlreiche Möglichkeiten, konnten ihre Überlegenheit aber nicht in einen Sieg ummünzen.
Kompany verteidigt seine Spieler: „Ganz normale Menschen“
Nach dem Spiel zeigte sich Kompany zwar enttäuscht über das Ergebnis, wollte die Leistung seiner Mannschaft allerdings nicht grundsätzlich infrage stellen.
„Es war nicht so viel, was wir falsch gemacht haben. Es waren am Ende Fehler, die dann das Ergebnis beeinflusst haben“, erklärte der Bayern-Coach.
Für den Belgier gehören solche Situationen zum Fußball dazu. Entscheidend sei vielmehr, wie seine Mannschaft mit den Rückschlägen umgehe.
„Man sieht, dass es ganz normale Menschen sind, die nicht immer alles richtig machen. Und dann geht es weiter, es ist irgendwann vergessen. Wir haben jetzt viele Spiele und es muss weitergehen“, betonte Kompany.
Damit machte der 40-Jährige deutlich, dass er nach dem zweiten Bundesliga-Unentschieden der Saison keinen Grund sieht, grundsätzlich an seiner Mannschaft zu zweifeln.
Kompany nimmt Neuer nach Blitz-Gegentor in Schutz

Auch auf den folgenschweren Fehler von Manuel Neuer wurde Kompany angesprochen. Der 40-jährige Schlussmann hatte mit seinem Patzer den frühen Rückstand ermöglicht und damit für einen denkbar schlechten Start der Münchner gesorgt.
Eine öffentliche Kritik an seinem Kapitän vermied der Bayern-Trainer allerdings.
„Es ist natürlich schade, wir hätten uns einen anderen Anfang gewünscht, aber ich habe lange genug Fußball gespielt, die Reaktion ist immer wichtig“, erklärte Kompany.
Gleichzeitig erinnerte er daran, dass seine Mannschaft trotz des frühen Rückstands genügend Möglichkeiten hatte, um die Partie noch zu gewinnen.
„Was passiert ist, kann man nicht ändern. Wir hatten selbst genug Chancen, um das Spiel zu gewinnen, das dürfen wir nicht vergessen“, stellte der Belgier klar.
Für Kompany steht deshalb nicht der individuelle Fehler von Neuer im Mittelpunkt, sondern die Tatsache, dass die Bayern ihre zahlreichen Torchancen nicht konsequent genug nutzten.
Bayern muss den Schalter schnell wieder umlegen
Viel Zeit, um das enttäuschende Ergebnis aufzuarbeiten, bleibt den Münchnern ohnehin nicht. Bereits am Dienstag steht das nächste Pflichtspiel auf dem Programm. In der Champions League gastiert der Rekordmeister bei Viking Stavanger.
Anschließend warten mit RB Leipzig und dem FC Arsenal zwei weitere anspruchsvolle Gegner. Für die Mannschaft von Kompany beginnt damit eine Phase, in der nahezu alle drei Tage ein neues Spiel ansteht.
Der Bayern-Coach setzt deshalb auf einen schnellen mentalen Neustart. Statt sich lange mit den Fehlern gegen Augsburg zu beschäftigen, sollen sich seine Spieler auf die kommenden Aufgaben konzentrieren.
Nach zwei Unentschieden aus den ersten fünf Bundesliga-Spielen stehen die Münchner allerdings auch unter Zugzwang. Gerade in den bevorstehenden Topspielen wird es darauf ankommen, individuelle Fehler zu vermeiden und die eigenen Chancen konsequenter zu nutzen.









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