Ismael Saibari spielt sich beim FC Bayern immer stärker in den Vordergrund. Seine Vielseitigkeit könnte in den kommenden Wochen zum großen Trumpf werden.
Ismael Saibari kommt beim FC Bayern immer besser in Fahrt. Der Sommer-Neuzugang, für den die Münchner rund 50 Millionen Euro investiert haben, zeigt inzwischen immer deutlicher, warum die Verantwortlichen so viel Geld für ihn ausgegeben haben.
Beim 2:2 gegen den FC Augsburg rückte der Marokkaner für den verletzten Jamal Musiala in die Startelf und übernahm die Position hinter Harry Kane. Saibari nutzte seine Chance und erzielte nach einem starken Zuspiel von Kane den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.
Dabei war vor dem Spiel keineswegs klar gewesen, dass er den Vorzug erhalten würde. Auch Serge Gnabry galt als Kandidat für die Zehn, zudem hätte Vincent Kompany Michael Olise ins Zentrum ziehen können. Am Ende entschied sich der Bayern-Trainer für Saibari – und bekam dafür eine gute Leistung zurück.
Zuvor hatte Saibari auf einer anderen Position überzeugt: Beim 7:0 gegen Union Berlin war er in der 63. Minute für Luis Díaz eingewechselt worden und übernahm anschließend die linke Offensivseite. Nur sieben Minuten später erzielte er nach einem dynamischen Dribbling sein erstes Pflichtspieltor für den FC Bayern.
Saibaris Vielseitigkeit zahlt sich jetzt aus
Genau diese Flexibilität war einer der Gründe, warum Bayern Saibari im Sommer verpflichtete. Der 25-Jährige kann zentral hinter dem Stürmer spielen, auf den offensiven Außenpositionen eingesetzt werden und bringt mit seiner Dynamik ein Profil mit, das sich von anderen Spielern im Kader unterscheidet.
Schon nach seinem Tor gegen Union hatte sich angedeutet, dass Saibari auch auf der linken Seite eine ernsthafte Alternative für Díaz sein kann. Sportvorstand Max Eberl verwies damals sogar ausdrücklich auf den Marokkaner, als es um die Frage ging, ob Bayern noch einen zusätzlichen Backup für die linke Außenbahn braucht.
Jetzt kommt eine weitere Rolle hinzu. Durch Musialas Ausfall benötigt Kompany aktuell eine Lösung auf der Zehn. Saibari hat gegen Augsburg gezeigt, dass auch diese Position zu seinem Repertoire gehört.
Für Bayern könnte das in den kommenden Wochen besonders wichtig werden. Das Programm ist eng getaktet, entsprechend wird Kompany rotieren müssen. Díaz wird nicht jedes Spiel über 90 Minuten bestreiten können, gleichzeitig fehlt Musiala vorerst in der offensiven Zentrale.
Saibari kann damit gleich mehrere Aufgaben übernehmen. Er ist eine Option für Musialas Position, kann Díaz Ruhepausen verschaffen und gibt Kompany gleichzeitig die Möglichkeit, während eines Spiels die offensive Ordnung zu verändern, ohne zwingend wechseln zu müssen.
Dass er auf beiden Positionen zuletzt auch noch getroffen hat, erhöht seinen Anspruch auf mehr Einsatzzeit zusätzlich. Gegen Union kam er über links zum Tor, gegen Augsburg nun aus der Zentrale.
Für einen Spieler, der Bayern rund 50 Millionen Euro gekostet hat, ist das eine wichtige Entwicklung. Saibari wird damit immer mehr von einem vielseitigen Ergänzungsspieler zu einer echten Alternative für die erste Elf.
Ob er sich während Musialas Ausfall dauerhaft auf der Zehn festspielt, bleibt offen. Klar ist aber: Saibaris Vielseitigkeit wird für Bayern gerade zu einem echten Trumpf.









Kommentare