Nach nur einem Jahr bei Newcastle United ist Nick Woltemade schon wieder per Leihe weitergezogen. Unter dem neuen Trainer hätte er es schwer gehabt.
Die erste Spielzeit auf der Insel verlief bereits durchwachsen für den Nationalspieler. Nach einem starken Start verlor er unter Eddie Howe seinen Stammplatz und rutschte in eine tiefe Formkrise. Auch nach dem Trainerwechsel von Howe hin zu Matthias Jaissle schien es für Woltemade schwer, auf regelmäßige Einsätze zu kommen. Kurz vor dem Ende der Transferphase wechselte der ehemalige Bremer und Stuttgarter schließlich per Leihe zu Juventus.
Im kicker sprach Jaissle nun über den Wechsel seines Landsmannes. Ich hatte einen sehr offenen Austausch mit Nick, den ich für einen klasse Fußballer halte, der sehr viele unterschiedliche Qualitäten mitbringt“, betonte der 38-Jährige: „Wir haben ganz klar kommuniziert, wie aktuell sein Stand ist im Team, auch angesichts unserer Art von Fußball mit hohem Pressing, und da waren zu dem Zeitpunkt einfach ein, zwei andere einen Tick voraus.“ Woltemade sei jedoch weiterhin „natürlich ein Spieler von uns, weil er ja nur ausgeliehen ist.“
Woltemade: Lob vom Kollegen, Kritik aus den Gazetten
In Turin zeigte der Nationalstürmer nach einem mäßigen Start zuletzt bessere Ansätze. „Als Woltemade reinkam, ergaben sich mehr Chancen und es lief deutlich besser als in der ersten Hälfte – auch wenn wir uns noch steigern können“, lobte etwa Sturmpartner Randal Kolo Muani, nachdem Woltemade beim 1:1 gegen Cagliari nach seiner Einwechslung für frischen Wind sorgte.
Besonders Kolo Muani profitierte von der Präsenz des großgewachsenen Angreifers. „Wenn Nick ins Zentrum rückt, kann er den Ball behaupten und die Abwehrspieler beschäftigen. Das verschafft mir mehr Freiheit, mich zu bewegen und an den Ball zu kommen“, weiß der frühere Frankfurt-Angreifer, der gegen Cagliari den wichtigen Ausgleich erzielte.

Obwohl sein Nebenmann voll des Lobes war, ging die Presse hart mit dem in der Serie A noch torlosen Deutschen ins Gericht. „Bleibt ihm noch Zeit, seinen Platz in dieser Mannschaft zu finden? Nun ja, vielleicht“, schrieb etwa die Gazzetta dello Sport. „Viel Glück, Mister Spalletti, für diesen Spieler eine Logik zu finden, der gegenwärtig wie ein Fremdkörper wirkt“, hieß es bei Tuttosport.









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