Beim BVB könnte im kommenden Sommer der nächste 100-Millionen-Euro-Transfer anstehen. Dafür braucht es allerdings Geduld.
Erst im März dieses Jahres hatte Borussia Dortmund den Vertrag mit Felix Nmecha vorzeitig um zwei Jahre verlängert. Seitdem bindet den deutschen Nationalspieler ein Arbeitspapier bis zum 30. Juni 2030 an den Klub. 2023 war der Mittelfeldspieler vom VfL Wolfsburg gekommen, seither bestritt er 108 Pflichtspiele für die Schwarz-Gelben, erzielte dabei 13 Tore und legte acht weitere Treffer auf. Für die deutsche Nationalmannschaft kam Felix Nmecha bislang sechsmal zum Einsatz.
Zur damaligen Verlängerung fand Geschäftsführer Sport Lars Ricken deutliche Worte: „Wir freuen uns sehr, dass wir unseren Weg mit Felix gemeinsam fortsetzen werden.“ Auch Sportdirektor Sebastian Kehl zeigte sich begeistert von der sportlichen Qualität seines Schützlings: „Er bringt unglaubliche Qualität auf den Platz.“ Felix Nmecha selbst bedankte sich für das Vertrauen des Vereins und versprach: „Das möchte ich zurückgeben, indem ich mein Bestes für Borussia Dortmund gebe.“
Nun aber sorgen neue Details zu seiner Ausstiegsklausel für Gesprächsstoff. Laut „SportBild“ liegt diese bei 80 Millionen Euro – allerdings mit einem entscheidenden Haken: Die Klausel verliert bereits nach Juni 2027 ihre Gültigkeit. Für Borussia Dortmund bedeutet das zunächst einmal Planungssicherheit, denn der Klub hätte dadurch genügend Vorlauf, um frühzeitig einen Ersatz für den Mittelfeldspieler zu finden, falls dieser den Verein verlassen sollte.
BVB könnte bei Felix Nmecha mächtig abkassieren
Richtig interessant wird die Rechnung aber erst für die Monate danach. Während der Transferperiode im Juli und August würde die feste Klausel nämlich nicht mehr greifen – die Ablösesumme wäre dann frei verhandelbar. Und genau hier liegt der finanzielle Clou für den BVB: Statt der ursprünglichen 80 Millionen Euro könnten die Dortmunder für einen Wechsel in diesem Zeitfenster eine Summe von rund 100 Millionen Euro aufrufen.
Dass Felix Nmecha schon einmal im Zentrum von Wechselgerüchten stand, ist dabei keine Neuigkeit. Vor seiner Vertragsverlängerung brachten Medien ihn wiederholt mit einem Abschied in Verbindung, allen voran mit Manchester City aus der Premier League. Die vorzeitige Verlängerung sorgte zunächst dafür, dass ein Sommer-Wechsel 2026 vom Tisch war. Für den kommenden Sommer könnten sich interessierte Klubs allerdings erneut in Stellung bringen, sofern Felix Nmecha an seine zuletzt gezeigte Form anknüpfen kann.

Für den BVB ergibt sich aus dieser Konstellation eine komfortable Ausgangsposition, ganz gleich, wie sich die Personalie entwickelt. Verlässt Felix Nmecha den Klub noch vor Ende Juni 2027, greift die feste Ablösesumme von 80 Millionen Euro. Zieht sich ein möglicher Wechsel bis in den Hochsommer hin, könnte Borussia Dortmund dank der auslaufenden Klausel sogar nochmals deutlich mehr verlangen. Beide Szenarien würden dem Klub finanziell in die Karten spielen.
Wie sich die Zukunft von Felix Nmecha letztlich gestaltet, ist derzeit offen. Klar ist aber schon jetzt: Sollte es tatsächlich zu einem Abschied kommen, dürfte sich dieser für Borussia Dortmund wirtschaftlich lohnender gestalten, als es die ursprünglich bekannte Ausstiegsklausel von 80 Millionen Euro zunächst vermuten ließ – ein cleverer Baustein, den sich der Klub bei der Vertragsverlängerung offenbar bewusst gesichert hat.










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