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BVB wacht zu spät auf: Bodö/Glimt bezwingt Dortmund mit 1:0
BVBWLDBVBWLD·VonIngo Krüger

BVB wacht zu spät auf: Bodö/Glimt bezwingt Dortmund mit 1:0

Borussia Dortmund hat seine erste Niederlage in dieser Saison kassiert. Bei den Norwegern von Bodö/Glimt verlor der BVB in der Champions League mit 0:1 (0:0). Sjövold erzielte nach 52 Minuten den Treffer des Tages. Der Bundesligist kam erst nach einer Stunde auf Touren, agierte lange Zeit harmlos.

Nach dem 2:2-Remis gegen Werder Bremen in der Bundesliga wechselte Kovac seine Startelf auf fünf Positionen durch. Für Schlotterbeck (wurde geschont), Nmecha, Nwaneri, Sabitzer und Guirassy (alle vorerst auf der Bank) rückten Bensebaini, Veerman, Karetsas, Inácio und Fábio Silva in die BVB-Anfangsformation.

In der Anfangsphase bestimmten die Norweger das Spiel, während die Dortmunder nur selten den Weg aus der eigenen Hälfte fanden. In der Defensive gab sich die Borussia aber keine Blöße. Lediglich Hauge prüfte nach zehn Minuten Kobel, der den Ball aber sicher fing.

Den Westfalen war anzumerken, dass Kovac zahlreiche Wechsel in seiner ersten Elf vorgenommen hatte. Viele Pässe erreichten nicht einen Mitspieler, sondern landeten beim Gegner oder im Niemandsland.

In der 19. Minute bot sich Bodö die Großchance zur Führung. Nach einem Steilpass von Berg kam Fet zum Abschluss und visierte die lange Ecke an. Sein Schlenzer verfehlte das Gehäuse um Haaresbreite.

Auch die nächste gute Torgelegenheit verbuchten die Hausherren. Hauge versuchte, den einlaufenden Blomberg im Zentrum zu bedienen. Doch dieser verpasste den Ball knapp – Glück für den BVB in Minute 27.

Erst nach gut einer halben Stunde tauchten die Dortmunder häufiger jenseits der Mittellinie auf. Aber sie hatten Probleme, sich in den Strafraum zu kombinieren und blieben in der Offensive harmlos. Bodö/Glimt agierte hingegen extrem gallig in den Zweikämpfen und erarbeitete sich einige Möglichkeiten.

Kovac-Wechsel lassen Spiel fast kippen

Die Norweger legten im zweiten Durchgang einen Blitzstart hin, stürzten den BVB von einer Verlegenheit in die nächste. Helmersen im Doppelpack (46.), Hauge (48.) und Blomberg (49.) boten sich Chancen im Minutentakt.

In der 52. Minute klingelte es dann im Kasten von Kobel. Das hatte sich mehr als nur angedeutet. Auklend gab die Kugel von der rechten Seite in den Strafraum. Dort war Sjövold zur Stelle und schob aus acht Metern unten rechts zur 1:0-Führung ein.

Kovac reagierte auf den Rückstand und die schwache Darbietung seines Teams nach einer Stunde mit einem Vierfach(!)-Wechsel. Die personelle Maßnahme zeigte Wirkung. Der Bundesligist entwickelte endlich Aktivität. Nmecha zog aus 22 Metern ab und verfehlte das Tor nur hauchdünn (62.). Aleesami störte Guirassy im letzten Moment (69.).

Der Ausgleich schien jetzt in der Luft zu liegen. Als nächster Dortmunder versuchte sich Nwaneri, der mit einem Kopfball allerdings an Haikin scheiterte (75.). Bodö fand nun keinen Weg mehr aus der eigenen Hälfte, wirkte zudem müde. Es entwickelte sich eine regelrechte Abwehrschlacht.

Andreas Helmersen
Foto: Getty Images

Auch in der 84. Minute duellierten sich Nwaneri und Haikin. Erneut blieb der Schlussmann der Skandinavier Sieger. Auch Nmecha kam mit einem strammen Schuss aus spitzem Winkel nicht an Haikin vorbei (90.+2). Selbst ein kleines Eckballfestival in der Nachspielzeit brachte nicht mehr den Ausgleich.

Fazit: Eine Stunde lang dominierte Bodö/Glimt die Begegnung. Der BVB fand offensiv so gut wie gar nicht statt. Erst ein Vierfachwechsel brachte frischen Wind in das Dortmunder Spiel. Doch eine mangelnde Chancenverwertung und ein starker Haikin im Tor der Norweger verhinderten den durchaus verdienten Ausgleich in der Schlussphase.

BVB: Kobel – Gadou, Anton, Bensebaini – Beier (77. Chukwuemeka), Bellingham, Veerman (60. Nmecha), Svensson – Karetsas (60. Nwaneri), Inácio (60. Ryerson) – Fábio Silva (60. Guirassy)

Bodö/Glimt: Haikin – Sjövold, Gundersen, Aleesami, Björkan – Fet, Berg, Auklend – Blomberg, Helmersen, Hauge (78. Brynhildsen)

Tor: 1:0 Sjövold (52.)

Quelle: BVBWLDZum Original

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