Schalke trifft auf Mainz und das letzte Duell bleibt unvergessen: Marius Bülter sicherte S04 damals in Nachspielzeit einen besonderen Sieg.
Am Samstag um 15.30 Uhr empfängt der FC Schalke 04 den 1. FSV Mainz 05. Ein Blick zurück lohnt sich: Das bislang letzte Aufeinandertreffen im Mai 2023 war eines der dramatischsten Spiele der jüngeren Schalker Geschichte. Marius Bülter verwandelte in der zwölften Minute der Nachspielzeit einen Elfmeter zum 3:2. Für Königsblau fühlte sich der späte Sieg wie ein möglicher Wendepunkt im Abstiegskampf an.
Am 5. Mai 2023 trat Schalke unter Thomas Reis in Mainz an. Die Königsblauen starteten mutig und gingen nach 26 Minuten in Führung. Rodrigo Zalazar schickte Bülter auf der linken Seite, der seinen Gegenspieler Andreas Hanche-Olsen mit mehreren Übersteigern aussteigen ließ und den Ball mit links ins lange Eck setzte.
Schalke hatte weitere Chancen: Kenan Karaman traf nach einer Vorlage von Simon Terodde den Außenpfosten. Nach der Pause hätte Bülter allein vor Torhüter Robin Zentner erhöhen können, scheiterte jedoch an dessen Fußabwehr. Stattdessen glich Leandro Barreiro nach einer Ecke zum 1:1 aus.
In der Mainzer Druckphase schlugen die Gäste erneut zu. Nach einer Kombination über Alex Král und Karaman schob Tom Krauß in der 60. Minute zur 2:1-Führung ein. Doch Aarón Martín antwortete mit einem sehenswerten Freistoß zum 2:2. In der Schlussphase entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Zentner parierte mehrfach stark gegen Tim Skarke, Sebastian Polter, Danny Latza und Bülter.
Der Bülter-Elfmeter als Hoffnungsschimmer im Abstiegskampf
Dann folgte die Szene, die vielen Schalke-Fans bis heute in Erinnerung geblieben ist. Nach einem Zweikampf mit Anthony Caci ging Bülter im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck überprüfte die Situation gefühlte 20 Minuten am Bildschirm und entschied auf Elfmeter.

Bülter übernahm die Verantwortung und verwandelte in der 90.+12 Minute eiskalt zum 3:2. Die Schalker jubelten wie es zuvor vielleicht noch nie ein Team in der MEWA-Arena tat und die Zuversicht war zurück. Schließlich war es nach dem späten 2:1-Sieg gegen Werder Bremen, bereits der zweite späte Schalker Sieg in Folge.
Nach dem 31. Spieltag stand S04 auf Rang 15 und hatte zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Viele hofften, dass dieser Lauf den Klassenerhalt sichern würde.
Doch die Euphorie hielt nicht lange. Auf ein 0:6 beim FC Bayern folgte ein 2:2 gegen Frankfurt, bei dem der heutige Mainzer Torhüter Alexander Schwolow im Schalker Trikot patzte. Schalke rutschte auf Rang 17 ab.
Die anschließende 2:4-Niederlage in Leipzig besiegelte schließlich den Abstieg. Der Triumph in Mainz blieb eine unvergessene Sternstunde, konnte den bitteren Ausgang der Saison aber nicht verhindern.









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