Aus der Knappenschmiede in die Welt. Die Nachwuchsabteilung des FC Schalke 04 hat in der Vergangenheit zahlreiche Stars hervorgebracht. Dies ist auch der Anspruch für die Zukunft.
Genannt seien an dieser Stelle nur Manuel Neuer (40), Mesut Özil (37), Leroy Sané (30) oder auch Benedikt Höwedes (38). Auch im aktuellen königsblauen Kader finden sich Akteure mit Stallgeruch, etwa Timo Becker (29), sein Namensvetter Vitalie (21) und Luca Vozar (19).
„Wir haben immer den Anspruch, wieder führend zu sein – in Deutschland und Europa“, betont Ayhan Tumani den Anspruch der Knappenschmiede. In einem Vereinsinterview äußert sich der neue Sportliche Leiter über die Nachwuchsarbeit auf dem Berger Feld.
Doch eine führende Position fällt dem Revierklub nicht in den Schoß. „Dafür müssen wir uns tagtäglich weiterentwickeln“, führt der 55-Jährige erklärend aus, „unsere Ausbildungsqualität verbessern und gemeinsam als Team daran arbeiten, weiterhin Toptalente auszubilden.“
Nicht andere Vereine kopieren
Am vergangenen Wochenende war Tumani erstmals als Verantwortlicher der Schalker Jugendakademie auf Achse. Der Ex-Zweitligaprofi von Hannover 96 und Arminia Bielefeld sah einen Sieg der U19 und auch der U23.
„Unser Auftrag ist es, den Jungs und den Trainern zu vermitteln, dass es nicht um schöne Kabinen geht, sondern um die Arbeit auf dem Platz“, erläutert er seine Philosophie. „Wir wollen die Spieler in ihrer Individualität fördern und ihnen die bestmöglichen Voraussetzungen bieten, um sich fußballerisch und persönlich weiterzuentwickeln.“ Großen Wert legt der 55-Jährige, der viele Jahre beim SC Paderborn 07 in der Verantwortung stand, auf „die Qualität der Trainer, die Arbeit mit den Spielern und deren ganzheitliche Entwicklung“.

Ein Nachwuchsproblem sieht der in der Türkei geborene Deutsche nicht. „Ich glaube nicht, dass es weniger Talente gibt. Es gibt genug Talente“, sagt er bestimmt. „Entscheidend“ sei jedoch „die Frage, wie wir sie begleiten und fördern“.
Um die Perlen zu fischen, müsse der Klub „frühzeitig auf den Plätzen unterwegs sein, Talente erkennen und ihnen Perspektiven aufzeigen“, betont Tumani. „Dabei wollen wir unseren eigenen Weg finden, anstatt die Konzepte anderer Vereine einfach zu kopieren.“ Auf dass ein neuer Höwedes, Becker oder auch Sané seinen Weg zu Schalke 04 findet.









Kommentare