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Rot-Fehlgriff nach Sekunden! Nullnummer zwischen Union und Dortmund bietet kuriose Schiri-Panne
BVBWLDBVBWLD·VonIngo Krüger

Rot-Fehlgriff nach Sekunden! Nullnummer zwischen Union und Dortmund bietet kuriose Schiri-Panne

In einer von Zweikämpfen und hoher Intensität geprägten Partie trennten sich der 1. FC Union Berlin und Borussia Dortmund mit 0:0. Beide Teams kassierten jeweils drei Gelbe Karten, erspielten sich aber nur wenige Torgelegenheiten.

Fünf Wechsel beim BVB: Trainer Kovac reagierte auf die jüngste 0:1-Niederlage in Norwegen beim FK Bodö/Glimt. Für Inácio (nicht im Kader), Bensebaini, Veerman, Karetsas und Fábio Silva (alle Bank) rückten Ryerson, Nmecha, Nwaneri, Guirassy sowie Schlotterbeck in die Startformation.

Kuriose Szene gleich zu Beginn: Das Spiel lief erst wenige Sekunden, da zückte Schiedsrichter Schlager nach einem harten Einsteigen gegen Rothe die Rote Karte für Nwaneri. Der Unparteiische bemerkte das Missgeschick aber sofort und wechselte den Karton gegen Gelb aus.

Der BVB trat in der Anfangsphase ziemlich robust auf. In der siebten Minute kassierte der nächste Dortmunder eine Verwarnung. Anton hatte Aebischer zuvor im Zweikampf am Fuß getroffen. Das Kartenfestival war damit aber noch nicht beendet. Nach 14 Minuten erhielt Guirassy ebenfalls Gelb.

Fußball wurde an der Alten Försterei aber auch gespielt. Allerdings zumeist zwischen den Strafräumen. Eine große Torchance gab es weder hüben noch drüben zu vermelden.

Dass die Berliner ebenfalls auszuteilen verstanden, bewiesen Haberer und Rothe, die sich nach rund einer halben Stunde jeweils Gelb einhandelten.

Die Intensität in der Begegnung blieb weiterhin hoch. Allerdings kamen beide Teams kaum zu Abschlüssen. Erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gab es die ersten Gelegenheiten zu verzeichnen. Auf Dortmunder Seite traf Nwaneri den Ball nicht richtig (45.+3), auf der Gegenseite verhinderte Kobel bei einem Imeri-Freistoß mit einem starken Reflex den Rückstand.

Karetsas angeschlagen vom Platz

Der zweite Durchgang begann mit druckvollen Schwarz-Gelben. Die größte Chance, einen Treffer zu erzielen, hatte in der 56. Minute Beier nach einer Flanke von Ryerson. Sein Schuss aus sieben Metern flog knapp am rechten Pfosten vorbei ins Aus.

Union meldete sich ebenfalls in der Partie an. Skarke kombinierte sich per Doppelpass mit Schäfer stark durch und kam halbrechts im Sechzehner zum Abschluss. Aus spitzem Winkel zog er wuchtig ab, doch der Ball rauschte ein ganzes Stück am Tor vorbei (60.).

Für Karetsas dauerte der Arbeitstag nicht lange. Erst nach 62 Minuten auf den Platz gekommen, musste er acht Minuten später schon wieder runter. Bei einem Zweikampf mit Khedira hatte sich der Grieche das Sprunggelenk verdreht. Albert, um den es Transfergerüchte gibt, ersetzte ihn.

Konstantinos Karetsas
Foto: Getty Images

Der BVB bekam kein Kontrolle über das Spiel. Es gelang den Westfalen nicht, das Tempo zu bestimmen oder den Ball auch mal ruhig in eigenen Reihen rotieren zu lassen. Zudem zeigten sie sich nicht in der Lage, Union dauerhaft an deren eigenem Strafraum unter Druck zu setzen.

Die Dortmunder bemühten sich zwar weiterhin um Offensivdruck, doch ihnen fehlte im letzten Drittel die nötige Präzision. Das Geschehen auf dem Rasen blieb zudem von hoher Intensität und harten Zweikämpfen geprägt.

Union sorgte nach einem Eckball für Torgefahr. Uduokhai setzte sich im Strafraum durch, brachte unter Bedrängnis jedoch nicht genug Druck hinter den Ball. Der Kopfball flog rund zwei Meter rechts am Kasten vorbei (86.).

Dortmund meldete sich vorne an. Nmecha bediente Guirassy mit einem steilen Pass auf der rechten Seite. Der Torjäger suchte im Strafraum den schnellen Abschluss, sein wuchtiger Schuss aus spitzem Winkel geriet ihm jedoch etwas zu unplatziert. Union-Keeper Rönnow packte sicher zu (89.).

Eine Flanke von rechts wurde von Guirassy im Zentrum per Kopf weitergeleitet und landete ein wenig zufällig auf dem Kopf von Albert. Dessen anschließender Kopfball aus kurzer Distanz verfehlte das Gehäuse nur knapp und rollte links am Kasten vorbei (90.+2). Damit blieb es beim torlosen Remis.

Mit dem 0:0 in Berlin endet eine Serie von 71 Bundesliga-Spielen mit BVB-Beteiligung mit mindestens einem Treffer. Das bis dahin letzte torlose Unentschieden gab es im August 2024 in Bremen.

Fazit: Nach dem Unentschieden gegen Bremen kommt der BVB auch beim Gastspiel bei Union Berlin nicht über ein Remis hinaus. In Köpenick verzeichneten die Schwarz-Gelben zwar optische Vorteile, kreierten in einer zerfahrenen und von intensiven Duellen bestimmten Begegnung jedoch deutlich zu wenig echte Torgefahr.

BVB: Kobel – Gadou, Anton, Schlotterbeck – Ryerson, Bellingham, Nmecha, Svensson – Nwaneri (62. Fábio Silva), Beier (62. Karetsas, 70. Albert) – Guirassy

Berlin: Rönnow – Haberer (76. Trimmel), van den Bosch, Uduokhai, Rothe – Schäfer (76. Kemlein), Khedira – Aebischer, Imeri (46. Latte Lath) – Jeong (90.+3 Güther), Skarke (70. Gray)

Quelle: BVBWLDZum Original

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