Noch vor wenigen Wochen schien Miro Muheim beim HSV beinahe ausgemustert zu sein. Aktuell jedoch ist er der Mann für die ganz großen Momente.
Gegen den VfB Stuttgart schlug der Schweizer ein weiteres Mal spät zu und bescherte den Rothosen mit seinem Treffer in der 88. Minute den umjubelten 1:0-Erfolg. Dabei hatte sich die nächste Heldentat des Linksverteidigers bereits vor dem Anpfiff angedeutet.
„Ich bin schon aufgestanden, als er den Ball angenommen hat“, verriet HSV-Stürmer Yussuf Poulsen nach der Partie bei Sky. Der Däne hatte offenbar geahnt, was folgen würde. „Schon beim Aufwärmen hat er drei Tore genau so gemacht.“ Im Spiel bewies Muheim dann erneut seinen Torriecher: Nach einem Konter fasste er sich ein Herz und jagte den Ball mit einem satten Linksschuss ins Netz.
Es war der zweite Geniestreich des 28-Jährigen binnen einer Woche. Schon beim 3:2-Auswärtssieg gegen die TSG Hoffenheim hatte Muheim in der Nachspielzeit mit einem traumhaften Volley für Ekstase gesorgt. „Ich habe den Raum, um abzuziehen, und haue einfach drauf. Geiles Tor in einem Super-Moment“, beschrieb er sein zweites Traumtor in Serie.

HSV: Muheim und Co. kompensieren Remberg-Ausfall
Bemerkenswert ist Muheims aktuelle Wichtigkeit auch deshalb, weil er auf seiner angestammten Position als Linksverteidiger zuletzt alles andere als unumstritten war. Gegen Stuttgart setzte Trainer Merlin Polzin ihn erneut im Mittelfeldzentrum ein, während David Möller Wolfe und Louis Lemke die Schienen beackerten.
Trotz dieser personellen Neuordnung feierte der HSV den dritten Sieg in Folge und blieb erstmals in dieser Bundesliga-Saison ohne Gegentor. Dass die Hamburger den Ausfall des verletzten Kapitäns Nicolai Remberg kollektiv auffingen und auch Bilal Nadir sowie Martin Adeline überzeugten, passte zum erfolgreichen Nachmittag im Volkspark.
Nach diesem Highlight geht es am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Paderborn weiter. Und angesichts seiner jüngsten Leistungen dürfte Polzin in Ostwestfalen erneut kaum an Muheim vorbeikommen.










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