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Kane bleibt bis 2029: Darum sucht Bayern trotzdem schon seinen Nachfolger
FCBinsideFCBinside·VonSebastian Mittag

Kane bleibt bis 2029: Darum sucht Bayern trotzdem schon seinen Nachfolger

Harry Kane soll bis 2029 beim FC Bayern bleiben. Trotzdem sondieren die Münchner bereits den Markt für einen jungen Stürmer mit langfristiger Perspektive.

Der FC Bayern steht kurz davor, den Vertrag mit Harry Kane bis 2029 zu verlängern. Der Engländer soll auch in den kommenden Jahren das Zentrum der Münchner Offensive bilden und weiterhin zu den absoluten Topverdienern des Klubs gehören.

Die Einigung bedeutet allerdings nicht, dass sich die Verantwortlichen bei der Stürmersuche zurücklehnen können. Kane ist mittlerweile 33 Jahre alt. Läuft der neue Vertrag wie geplant aus, wäre er 36. Spätestens dann braucht Bayern eine Lösung für die wichtigste Position im Angriff.

Genau deshalb beobachten die Münchner bereits jetzt junge Mittelstürmer mit Entwicklungspotenzial. Gesucht wird nicht zwingend ein Spieler, der Kane sofort verdrängen soll. Interessanter wäre ein Angreifer, der zunächst hinter dem Torjäger lernen, regelmäßig Minuten sammeln und schrittweise in eine größere Rolle hineinwachsen kann.

Die aktuelle Kaderstruktur zeigt, warum diese Planung notwendig ist. Hinter Kane fehlt eine klassische Nummer neun auf vergleichbarem Niveau. Serge Gnabry oder andere Offensivspieler können im Zentrum aushelfen, sind aber keine dauerhafte Lösung für diese Position.

Tresoldi passt in Bayerns langfristigen Plan

Ein Kandidat ist Nicolo Tresoldi vom Club Brügge. Der 22-Jährige hat sich mit starken Leistungen in den Fokus mehrerer europäischer Topklubs gespielt. Besonders sein Dreierpack beim 4:3 gegen Inter Mailand in der Champions League sorgte international für Aufsehen.

Tresoldi verbindet Torgefahr mit einem Alter, in dem noch große Entwicklungsschritte möglich sind. Genau dieses Profil dürfte für Bayern interessant sein. Der deutsche Nachwuchsnationalspieler könnte zunächst von Kane lernen, ohne sofort den Druck tragen zu müssen, einen Weltklasse-Stürmer vollständig zu ersetzen.

Günstig wäre ein Transfer allerdings nicht. Club Brügge soll intern mit einer Ablöse von mindestens 60 Millionen Euro rechnen. Neben Bayern beobachten auch Arsenal und Atlético Madrid die Entwicklung des Angreifers.

Die Alternative wäre, mit der Nachfolgersuche noch mehrere Jahre zu warten. Das birgt jedoch Risiken. Sollte Kane früher als geplant abbauen, sich schwerer verletzen oder 2029 tatsächlich aufhören, müsste Bayern unter großem Zeitdruck einen fertigen Topstürmer verpflichten. Solche Spieler sind selten verfügbar und entsprechend teuer.



Die Erfahrungen nach dem Abschied von Robert Lewandowski haben gezeigt, wie schwierig es sein kann, eine über Jahre gesetzte Nummer neun kurzfristig zu ersetzen. Mit Kane haben die Bayern nun die Möglichkeit, den nächsten Übergang deutlich früher vorzubereiten.

Spektakuläre Namen wie Erling Haaland dürften zwar immer wieder mit München in Verbindung gebracht werden. Realistischer erscheint jedoch ein jüngerer Angreifer, der zunächst als Herausforderer kommt und später übernimmt.

Der neue Kane-Vertrag verschafft Bayern dafür vor allem Zeit. Er beendet die Nachfolgersuche nicht – er schafft vielmehr die idealen Bedingungen, um sie ohne Hektik und mit einem klaren Entwicklungsplan anzugehen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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