Beim FC Bayern sorgt die sportliche Situation von Nachwuchstalent Bara Ndiaye zunehmend für Diskussionen. Der junge Mittelfeldspieler sollte in dieser Saison eigentlich erste Erfahrungen bei den Profis sammeln. Bislang spielt er unter Vincent Kompany allerdings kaum eine Rolle. Ein Blick auf die Einsatzstatistik zeigt: Ndiaye stand in der laufenden Spielzeit gerade einmal drei Minuten auf dem Platz. Bei den Fans des Rekordmeisters wächst deshalb das Unverständnis.
Besonders bemerkenswert ist die Situation angesichts der personellen Besetzung im zentralen Mittelfeld. Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlovic gehören zu den Dauerbrennern der Münchner und müssen regelmäßig im Dreitagesrhythmus ran.
Während Kimmich wettbewerbsübergreifend bereits 825 Minuten absolviert hat, kommt Pavlovic auf 647 Einsatzminuten. Ndiaye hingegen wartet weiterhin auf eine echte Bewährungschance.
„Man hat scheinbar kein Vertrauen in ihn“
In den sozialen Netzwerken wird der Umgang mit dem Nachwuchsspieler mittlerweile kritisch hinterfragt. „Den Plan mit Bara verstehe ich nicht. Man hat scheinbar kein Vertrauen in ihn, warum hat man dann nicht einen anderen Mittelfeldspieler als Nr. 4 geholt?“, schreibt ein Bayern-Fan auf X.
Besonders die fehlenden Alternativen im zentralen Mittelfeld sorgen für Diskussionen. „Als Pavlo gegen Stavanger raus war, hattest du keinen einzigen Mittelfeldspieler somit zum wechseln. Ob das so gut ist?“, kritisiert derselbe Anhänger.
Ein weiterer Nutzer sieht die Münchner für die anstehenden Aufgaben nicht ausreichend aufgestellt. „Kimmich kann nicht 825 Minuten durchspielen, echte Sechser gibt es nur ihn und Pavlovic. Für eine Saison mit CL ist das zu dünn besetzt. Was macht man, wenn Pavlovic länger verletzt ist?!“
Die Kritik richtet sich damit nicht ausschließlich gegen Kompany, sondern auch gegen die Kaderplanung der Verantwortlichen.
Fans fordern mehr Chancen für Ndiaye

Für zusätzliches Unverständnis sorgt, dass die Bayern Ndiaye im Sommer nach München geholt haben. „Man holt ihn extra aus Gambia und dann nicht mal in den Kader“, kommentiert ein weiterer Fan die Situation.
Dabei muss der Youngster nicht zwangsläufig ausschließlich im zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. Ein Anhänger bringt deshalb eine weitere Möglichkeit ins Spiel: „Man kann ihn auch als RV Minuten sammeln. Da ist man qualitativ dünn besetzt und er sah in der Vorbereitung nicht so schlecht aus.“
Tatsächlich hatten die Bayern bei Ndiaye von Beginn an auf dessen Entwicklungspotenzial gesetzt. Der Nachwuchsspieler sollte behutsam an das Niveau der Profimannschaft herangeführt werden.
Dass Kompany junge Spieler grundsätzlich fördert, hat er in München bereits mehrfach bewiesen. Allerdings scheint Ndiaye derzeit nicht das notwendige Vertrauen für regelmäßige Einsätze zu genießen.
Angesichts des engen Spielplans und der hohen Belastung von Kimmich und Pavlovic könnte sich das in den kommenden Wochen jedoch ändern.
Für die Bayern stellt sich zunehmend die Frage, ob Ndiaye tatsächlich eine ernsthafte Alternative für die erste Mannschaft ist oder ob die Verantwortlichen die personelle Situation im Mittelfeld falsch eingeschätzt haben.
Die bislang drei Einsatzminuten liefern jedenfalls reichlich Diskussionsstoff unter den FCB-Fans.









Kommentare