Bei Eintracht Frankfurt laufen die Planungen für die Zeit nach Markus Krösche bereits auf Hochtouren. Nachdem der Sportvorstand seinen Rückzug mit sofortiger Wirkung bekannt gegeben hat, suchen die Hessen nach einer geeigneten Nachfolge. Dabei kristallisiert sich offenbar ein klarer Favorit heraus: Christoph Spycher vom Schweizer Klub BSC Young Boys.
Wie Sky Sport berichtet, gilt der 48-Jährige intern als Wunschlösung. Zwischen Frankfurt und Spycher sollen bereits Gespräche laufen. Die Eintracht möchte die Personalfrage möglichst schnell klären, um für das nächste Transferfenster im Januar vorbereitet zu sein. Vorstandschef Axel Hellmann soll deshalb nur vorübergehend die sportliche Verantwortung übernehmen.
Für den Schweizer wäre ein Wechsel nach Frankfurt keine neue Erfahrung. Zwischen 2005 und 2010 stand Spycher selbst für die Eintracht auf dem Platz. Als Linksverteidiger absolvierte er 149 Pflichtspiele für die Hessen, erzielte dabei ein Tor und bereitete sechs weitere Treffer vor.
Seit vielen Jahren ist Spycher inzwischen in verantwortlicher Position bei den Young Boys tätig. Dort hat er sich als Sportfunktionär etabliert und gilt für die Frankfurter als vielversprechender Kandidat, um die sportliche Ausrichtung des Klubs künftig mitzugestalten.
Bereits 2021 hatten sich die Verantwortlichen mit Spycher beschäftigt. Damals kam ein Wechsel jedoch nicht zustande, weil der Schweizer vor allem aus familiären Gründen absagte. Stattdessen verpflichtete die Eintracht Markus Krösche, der zuvor bei RB Leipzig gearbeitet hatte.
Wechsel noch vor Januar möglich
Ob es diesmal klappt, hängt wohl vor allem vom richtigen Zeitpunkt ab. Ein Wechsel noch vor Beginn der Wintertransferperiode wird demnach bereits diskutiert. Allerdings besitzt Spycher bei den Young Boys keine Ausstiegsklausel, weshalb eine Einigung mit seinem aktuellen Arbeitgeber notwendig wäre.
Klar ist allerdings auch, dass Frankfurts Axel Hellmann nur kurzfristig als Interims-Sportvorstand tätig sein will, weshalb die Eintracht an einer zeitnahen Lösung interessiert sein dürfte.
Während Frankfurt an einer Lösung arbeitet, steht auch Krösche vor einer möglichen neuen Aufgabe. Die AC Mailand soll sich erneut um den früheren Eintracht-Sportvorstand bemühen. Bereits im vergangenen Sommer hatten die Italiener Interesse gezeigt, damals aber eine Absage erhalten. Aktuell sollen zwar Gespräche laufen, konkrete Verhandlungen gibt es nach Sky-Informationen jedoch noch nicht.

Krösches Vertrag bei der Eintracht läuft trotz seiner Freistellung formal bis 2028 weiter. Eine besondere Vereinbarung sieht zudem vor, dass ein Klub für eine Verpflichtung bis Sommer 2027 grundsätzlich fünf bis sieben Millionen Euro Ablöse zahlen müsste, sofern keine abweichende Einigung getroffen wird.
Für die Eintracht steht nun zunächst die Suche nach einem Nachfolger im Mittelpunkt. Mit Spycher scheint sich dabei ein Favorit herausgebildet zu haben – eine endgültige Entscheidung ist allerdings noch nicht gefallen.









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