Drei Trikots pro Saison waren einmal. Beim FC Bayern nimmt die Vermarktung der eigenen Spielkleidung mittlerweile ganz neue Dimensionen an. Gemeinsam mit Ausrüster Adidas bringt der deutsche Rekordmeister in der Saison 2026/27 insgesamt acht verschiedene Trikotmodelle auf den Markt. Eine außergewöhnliche Anzahl, die unter den Anhängern zunehmend für Diskussionen sorgt.
Das Konzept umfasst sechs unterschiedliche Designs sowie zwei zusätzliche Retro-Neuauflagen. Damit erweitert der FC Bayern sein Angebot deutlich über die klassische Kombination aus Heim-, Auswärts- und Ausweichtrikot hinaus.
Besonders für Sammler dürfte die große Auswahl interessant sein. Andere Fans stellen sich hingegen die Frage, ob die Münchner mit ihrer Vermarktungsstrategie mittlerweile über das Ziel hinausschießen.
Bayern setzt auf Sondertrikots und Retro-Designs
Den Anfang machen die drei regulären Spieltrikots. Das Heimtrikot präsentiert sich traditionell in Rot und Weiß, während das Auswärtstrikot auf eine Kombination aus Weiß und Marineblau setzt.
Das dritte Trikot kombiniert Marineblau mit Lila und erinnert mit seinem Design an besondere Momente der europäischen Vereinsgeschichte.
Hinzu kommt ein schwarzes Oktoberfest-Trikot mit auffälligen bayerischen Blumenmustern.
Doch damit nicht genug: Anfang 2027 soll ein fünftes Modell in Weiß und Magenta erscheinen. Hintergrund ist das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen dem FC Bayern und der Deutschen Telekom.
Ein weiteres Sondertrikot entsteht in Zusammenarbeit mit dem Münchner Luxusmodehaus MCM und ist für die Frauenmannschaft vorgesehen.
Acht Bayern-Trikots: Ist das noch angemessen?
Abgerundet wird die Kollektion durch zwei Neuauflagen aus der Saison 2002/03.
Adidas bringt das damalige weiß-graue Auswärtstrikot mit dem historischen T-Mobile-Schriftzug zurück. Zusätzlich erscheint eine schwarze Lifestyle-Variante des klassischen Designs.
Insgesamt kommen die Bayern damit auf acht unterschiedliche Trikotmodelle innerhalb einer Saison.
Für den Verein und Adidas eröffnet die große Auswahl zusätzliche Vermarktungsmöglichkeiten. Schließlich sprechen Sondereditionen und Retro-Designs unterschiedliche Zielgruppen an.
Allerdings wächst damit auch die Kritik unter den Anhängern. In den sozialen Netzwerken wird zunehmend darüber diskutiert, ob die Vielzahl an Veröffentlichungen noch im Interesse der Fans liegt.
Gerade für Familien und leidenschaftliche Sammler können regelmäßige Neuerscheinungen schnell teuer werden.
Natürlich ist niemand verpflichtet, jedes Bayern-Trikot zu kaufen. Dennoch stellt sich die grundsätzliche Frage, ob der Rekordmeister mit inzwischen acht Modellen pro Saison die Grenze zwischen attraktiver Produktvielfalt und übertriebener Kommerzialisierung erreicht hat.










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