Am 03. Spieltag der Champions-League-Saison ging es für RB Leipzig in die spanische Hauptstadt. Dort bekamen es die Sachsen mit dem 15-maligen Wettbewerbssieger Real Madrid zu tun.
Nach dem knappen 1:0-Sieg über die PSV Eindhoven vergangene Woche war das Team von Trainer Martin Demichelis endgültig im Wettbewerb angekommen. Mit drei Punkten auf dem Konto wartete nun eine schwere Aufgabe auf die Leipziger. Real (mit Ex-Leipziger Yan Diomande auf der Bank) hatte zum Auftakt in die Saison beide Spiele gewonnen, sich allerdings gegen die AS Rom zuletzt lange schwer getan.
Schwer taten sich zu Beginn beide Teams. Erst nach einer Viertelstunde nahm das Spiel an Tempo auf, es kam zu ersten Torannäherungen. Die Erste gehörte Leipzig in Person von Ridle Baku, der Thibaut Courtois aber nicht ernsthaft in Bedrängnis bringen konnte. Den folgenden Gegenstoß legte Kylian Mbappé links am Tor vorbei (20.).
Das Spiel gewann zunehmend an Qualität, es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die Beste hatte Romulu, dessen gefährlicher Volley aus der Drehung vom glänzend reagierenden Courtois entschärft wurde (28.). Madrid meldete sich durch Versuche von Vinicius Junior (29.) und Jude Bellingham vor dem Kasten von Marten Vandevoordt an (39.).
Nkunku vergibt frei vor Courtois, Silva bestraft RB
Ein Tor lag kurz vor der Halbzeitpause förmlich in der Luft, nur für wen war zunächst noch unklar. Leipzig-Kapitän David Raum spielte Christopher Nkunku frei, der allerdings freistehend vor Courtois am Belgier seinen Meister fand. Diese verpasste Großchance rächte sich wenige Minuten später. Eine Real-Kombination über die rechte Seite schloss Arda Güler zentral im Sechzehner ab. Den ersten Versuch des Türken konnte Vandevoordt noch parieren, den Abstauber spitzelte Bernardo Silva zur madrilenischen Führung in die Maschen (44.).
Der Rückstand war zu diesem Zeitpunkt bitter für die Sachsen, die mehr als nur gut mitgehalten hatten. Kurz vor dem Pausenpfiff ließ Vinicius mit einem Distanzschuss Vandevoordt noch einmal gut aussehen (45.), Leipzig hatte im zweiten Durchgang eine große Aufgabe vor sich.
Scheinbar hatte die erste Halbzeit allerdings Körner bei den Sachsen gekostet. Vielleicht hatte das Führungstor bei Real aber auch die königliche Selbstverständlichkeit ausgelöst. Der Champions-League-Rekordsieger zog das Tempo an und kam prompt durch Valverde aus spitzem Winkel zum ersten Abschluss im zweiten Durchgang, Vandevoordt reagierte stark (47.).
Wenig später konnte allerdings auch der sonst tadellose Schlussmann nichts mehr ausrichten. Eine Flanke von Bellingham auf den zweiten Pfosten köpfte Mbappé zurück ins Zentrum. Arda Güler drückte den Ball über die Linie, Madrid sorgte vorerst für klare Verhältnisse und war auf dem besten Weg in Richtung des dritten Siegs im dritten Spiel (52.).

Leipzig schaffte es in der Folge nicht mehr, offensiv ähnliche Akzente wie im ersten Durchgang zu setzen. Real nahm ein wenig das Tempo raus und ging in den Verwaltungsmodus. Kurz vor Schluss machte dann Mbappé endgültig den Deckel drauf. Sein Schlenzer von der Strafraumkante schlug rechts halbhoch ein (83.). Das 3:0 besiegelte die Leipziger Niederlage, auch wenn die Sachsen durch den eingewechselten Tidiam Gomis nochmal verkürzten (85.). Dann allerdings folgte der große Auftritt von Ex-Leipziger Diomande. Eine Flanke von rechts hämmerte der Ivorer volley in den linken oberen Knick, der alte Abstand war wieder hergestellt (87.).
Dabei blieb es am Ende. Trotz eines in der ersten Halbzeit couragierten Auftritts unterliegt RB Leipzig am Ende verdient im Bernabeu. Real hält sich schadlos, die Königlichen stehen nach drei Spieltagen bei neun Punkten und gehen den nächsten Schritt in Richtung Weiterkommen.











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