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„Müssen funktionieren!“: Hamann sieht gefährliche Bayern-Schwachstelle
FCBinsideFCBinside·VonLukas Neth

„Müssen funktionieren!“: Hamann sieht gefährliche Bayern-Schwachstelle

Nach dem 2:2 des FC Bayern gegen Arsenal in der Champions League sieht TV-Experte Dietmar Hamann nicht nur Verbesserungsbedarf auf dem Platz, sondern stellt auch die Kaderplanung der Münchner infrage. Vor allem mit Blick auf die kommenden Wochen könnte sich die personelle Situation als problematisch erweisen.

„Wir haben jetzt Mitte Oktober, es sind noch zwei Monate bis Jahresende und du hast noch acht, neun, zehn Spiele, die unheimlich wichtig sind, auch in der Champions League“, warnte Hamann bei Sky. Der ehemalige Bayern-Profi befürchtet, dass der Rekordmeister für das anstehende Programm nicht breit genug aufgestellt sein könnte.

Ein besonderes Augenmerk legte Hamann auf die Spieler, die gegen Arsenal in die Mannschaft rückten. Durch die Ausfälle von Joshua Kimmich, Michael Olise und Jamal Musiala starteten unter anderem Tom Bischof, Ismael Saibari und Lennart Karl.

Über Letzteren fand Hamann deutliche Worte: „Er ist momentan nicht wirklich auf der Höhe.“ Auch Neuzugang Ismael Saibari konnte den Experten nicht vollständig überzeugen. Der Marokkaner habe sich zwar „bemüht, war aber auch glücklos“, lautete Hamanns Einschätzung.

Grundsätzlich sei es entscheidend, dass auch die Ersatzspieler ihren Beitrag leisten, wenn wichtige Leistungsträger ausfallen. „Du willst deine besten Spieler auf dem Feld haben, aber die, die reinkommen, müssen dann schon auch funktionieren“, betonte der 53-Jährige.

Saibari und Tom Bischof hätten ihre Aufgaben gegen Arsenal durchaus „ordentlich“ erledigt. Die fehlenden Stammkräfte könnten sie jedoch nicht gleichwertig ersetzen, so Hamann.

Abgänge könnten Bayern noch wehtun

Seine Bedenken begründet der TV-Experte auch mit den Veränderungen im Münchner Kader. Im Sommer verpflichtete der FC Bayern unter anderem Saibari und Nathaniel Brown. Gleichzeitig ließ der Rekordmeister allerdings Leon Goretzka, Raphaël Guerreiro und den ausgeliehenen Nicolas Jackson ziehen.

Hamann verwies darauf, dass die drei Spieler zusammengerechnet auf mehr als 100 Einsätze gekommen seien. „Die drei könnten dem FC Bayern schon über kurz oder lang abgehen“, warnte er. Aus seiner Sicht könnte sich der Verlust dieser Alternativen im weiteren Saisonverlauf bemerkbar machen.

FC Bayern vs. FC Arsenal
Foto: IMAGO

Das Unentschieden gegen Arsenal war für die Münchner das zweite sieglose Champions-League-Spiel in Folge. Zuvor hatte der deutsche Rekordmeister bei Viking Stavanger ein 3:3 erreicht. In der Bundesliga und im Europapokal stehen nun weitere wichtige Aufgaben an.

Am 3. November wartet in der Königsklasse das Auswärtsspiel bei Atlético Madrid. Bis zum Jahresende bleibt der Spielplan eng getaktet. Sollten weitere Leistungsträger ausfallen oder einzelne Ersatzspieler ihre Chancen nicht nutzen, könnte die Kaderbreite tatsächlich zum entscheidenden Faktor werden.

Hamanns Kritik ist damit vor allem eine Warnung für die kommenden Wochen: Der FC Bayern braucht nicht nur eine starke erste Elf, sondern auch verlässliche Alternativen, um seine Ziele auf allen Wettbewerbsbühnen zu erreichen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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