Der HSV legte einen katastrophalen Saisonstart hin. Auch Nicolás Capaldo gab keine gute Figur ab, steigerte sich aber enorm.
Der Leader verpasste noch nicht eine einzige Sekunde in der laufenden Bundesliga-Spielzeit. Dementsprechend befand er sich auf bei den drei Auftaktniederlagen mit insgesamt 0:12-Toren auf dem Platz. Insbesondere beim 0:5 in Leipzig stand Capaldo auf verlorenem Posten und war an gleich mehreren Gegentoren entscheidend beteiligt.
Im Stile eines Führungsspielers meldete er sich aber schon wenige Tage später zurück. Trotz seiner nur 1,77 Meter Körpergröße köpfte er im wegweisenden Heimspiel gegen Köln infolge eines Eckballs zum ersten Hamburger Saisontor ein, bot auch ansonsten eine starke Leistung und trug maßgeblich zum 2:1-Erfolg bei. In den Wochen darauf wusste Capaldo ebenfalls zu überzeugen, vor allem durch Zweikampfstärke.

HSV: Capaldo ist der mit Abstand beste Zweikämpfer
An den bisherigen sechs Spieltagen gewann der im Sommer 2025 als zentraler Mittelfeldspieler verpflichtete, aber inzwischen nahezu ausschließlich in der Dreierkette als halbrechter Innenverteidiger eingesetzte Capaldo 90 direkte Duelle und erreichte damit den aktuellen Bundesliga-Höchstwert. Der Zweitplatzierte Igor Mantanovic (Stürmer beim SC Freiburg) weist 83 für sich entschiedene Zweikämpfe auf.
Dahinter reihen sich mit den deutschen Nationalspielern Waldemar Anton (Borussia Dortmund) und Hennes Behrens (FC Augsburg) zwei weitere Defensivakteure ein, die 80-mal als Sieger aus einem Eins-gegen-Eins hervorgingen. Zweitbester HSV-Profi ist im Übrigen Albert Grønbaek (46), der aber nur mit leicht mehr als der Hälfte der Capaldo-Marke aufwarten kann und sich auf Rang 81 wiederfindet.
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In der abgelaufenen Spielzeit stach in dieser Statistik wenig überraschend der derzeit auch in der Premier League bei Brighton begeisternde Überflieger Luka Vuskovic (316) heraus, gefolgt von Nicolai Remberg (296) sowie Miro Muheim (289).
Capaldo befindet sich aktuell auf Kurs diese Werte deutlich zu übertreffen und könnte angesichts seiner auch in allen anderen Belangen hervorragenden Verfassung wieder in den Dunstkreis der argentinischen Nationalmannschaft gehören. Diesem gehörte er nach einer ansprechenden ersten HSV-Saison bereits bis kurz vor dem WM-Start an.









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