Beim FC Bayern konnte Nicolas Jackson in der vergangenen Saison nur bedingt überzeugen. Die Münchner entschieden sich deshalb im Sommer gegen eine feste Verpflichtung des Angreifers. Inzwischen hat der 25-Jährige bei Aston Villa eine neue sportliche Heimat gefunden – und sorgt dort mit starken Leistungen für Aufsehen. Am Samstag avancierte der ehemalige Bayern-Stürmer zum Matchwinner gegen Manchester City.
Beim 2:1-Erfolg gegen die Mannschaft von Pep Guardiola erzielte Jackson beide Treffer für Aston Villa. Der Senegalese war damit der entscheidende Mann beim überraschenden Sieg gegen den englischen Spitzenklub.
Besonders bemerkenswert ist seine aktuelle Torquote. Nach elf Pflichtspielen für die Mannschaft aus Birmingham stehen bereits sieben Treffer auf seinem Konto. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint Jackson seine Form in der Premier League wiedergefunden zu haben.
Bayern verzichtete auf 65-Millionen-Euro-Transfer
Dabei hätte die Karriere des Angreifers im vergangenen Sommer auch eine andere Wendung nehmen können.
Jackson war zuvor auf Leihbasis vom FC Chelsea zum deutschen Rekordmeister gewechselt. Die Münchner hatten sich eine Kaufoption in Höhe von 65 Millionen Euro gesichert, entschieden sich nach Ablauf der Leihe allerdings gegen eine dauerhafte Verpflichtung.
Angesichts der hohen Ablöseforderung war dieser Schritt aus wirtschaftlicher Sicht nachvollziehbar. Zwar brachte Jackson mit seiner Geschwindigkeit und körperlichen Präsenz interessante Qualitäten mit, als dauerhafter Ersatzspieler hinter Harry Kane wäre er allerdings eine kostspielige Lösung gewesen.
Stattdessen zog es den senegalesischen Nationalspieler Ende August zu Aston Villa. Der Premier-League-Klub überwies dem Vernehmen nach rund 55 Millionen Euro an Chelsea.
Jackson wird zum Matchwinner gegen Manchester City

Nach seinem Wechsel benötigte Jackson zunächst etwas Zeit, um sich bei seinem neuen Arbeitgeber zurechtzufinden. Mittlerweile hat sich der 25-Jährige jedoch zu einem wichtigen Faktor in der Offensive entwickelt.
Sein Doppelpack gegen Manchester City unterstreicht diese Entwicklung eindrucksvoll. Mit sieben Toren in elf Spielen liefert Jackson inzwischen genau jene offensive Durchschlagskraft, die man sich von ihm erhofft hatte.
Für die Bayern dürfte seine Entwicklung durchaus interessant zu beobachten sein. Schließlich hatten die Münchner die Möglichkeit, den Angreifer langfristig an sich zu binden.
Ob der Verzicht auf die Kaufoption rückblickend die richtige Entscheidung war, lässt sich allerdings nicht allein anhand seiner aktuellen Trefferquote beurteilen. Die Ablöse von 65 Millionen Euro hätte eine erhebliche Investition bedeutet.
Jackson selbst dürfte sich darüber derzeit wenig Gedanken machen. Der Senegalese hat bei Aston Villa einen vielversprechenden Start hingelegt und könnte sich mit weiteren starken Leistungen erneut für die europäische Spitze empfehlen.










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