Schalke trifft im DFB-Pokal als Favorit auf Dynamo Dresden. Die vergangenen Jahre zeigen allerdings, wie schwer sich S04 im Pokal tut.
Der FC Schalke 04 steht vor einer kniffligen Aufgabe im DFB-Pokal. In der zweiten Runde gastieren die Königsblauen bei Dynamo Dresden und wollen erstmals seit mehreren Jahren wieder das Achtelfinale erreichen. Die jüngere Pokalhistorie macht wenig Mut: In den vergangenen fünf Spielzeiten war für S04 stets in der zweiten Runde Schluss.
Besonders bitter ist, dass sämtliche fünf Niederlagen auswärts zustande kamen. Nun muss Schalke erneut in der Fremde bestehen. Erschwert wird die Aufgabe durch die angespannte Personalsituation. Dennoch hätte der S04 auch auf einen Bundesligisten Treffen können und so sollte die Favoritenrolle dennoch klar bei Schalke sein.
In Dresden geht es nicht nur um sportliches Prestige. Der finanziell angeschlagene Revierklub kann die zusätzlichen Einnahmen dringend gebrauchen. Bereits für die Teilnahme an der ersten Runde zahlt der DFB 228.189 Euro. Mit dem Einzug in die zweite Runde stieg die Prämie auf 456.377 Euro. Wer das Achtelfinale erreicht, erhält 912.755 Euro. Ein Sieg in Dresden würde Schalke damit knapp eine Million Euro sichern. Jeder weitere Schritt würde die Einnahmen nochmals deutlich erhöhen.
Schalke will Auswärtsfluch und Verletzungssorgen trotzen
Die jüngsten Pokalauftritte zeigen, wie schwer sich Schalke in der zweiten Runde tut. 2025/26 setzte sich S04 zunächst durch ein spätes Tor von Bryan Lasme in der Verlängerung mit 1:0 bei Lok Leipzig durch, verlor anschließend aber mit 0:4 beim SV Darmstadt 98. Ein Jahr zuvor war nach einem 2:0 gegen den VfR Aalen gegen den FC Augsburg Schluss. Schalke unterlag mit 0:3. 2023/24 scheiterte Königsblau nach einem 3:1 gegen Eintracht Braunschweig mit 1:2 nach Verlängerung beim FC St. Pauli. Auch auf ein 5:0 gegen den Bremer SV folgte 2022/23 eine deutliche 1:5-Niederlage in Hoffenheim.

Vor dem Duell mit Dresden kommt weiteres Pech hinzu. Trainer Miron Muslic rechnet nach dem 0:0 in Köln nicht damit, dass einer der acht verletzten Spieler rechtzeitig zurückkehrt. Neben Emil Højlund, Maximilian Wöber, Johannes Siebeking, Moussa Sylla, Dejan Ljubicic, Ron Schallenberg, Kenan Karaman und Adrian Gantenbein fehlen auch Soufiane El-Faouzi und Robin Gosens. Beide hatten sich in Köln bei einem heftigen Kopfzusammenstoß verletzt.
Schalke muss somit trotz dünner Personaldecke den Auswärtsfluch brechen. Ein Weiterkommen wäre sportlich ein wichtiger Schritt und finanziell eine willkommene Entlastung.









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