Lennart Karl stand zuletzt beim FC Bayern in der Kritik. Nach dem Sieg in Freiburg hebt Max Eberl nun eine ganz andere Seite des Youngsters hervor.
Lennart Karl hat beim FC Bayern eine Antwort auf die Diskussionen der vergangenen Tage gegeben. Beim 3:1-Auswärtssieg gegen den SC Freiburg blieb der Youngster zwar ohne Tor oder spektakuläre Einzelaktion, überzeugte die Verantwortlichen dafür mit anderen Qualitäten.
Sportvorstand Max Eberl hob nach der Partie ausdrücklich hervor, wie sehr sich Karl in den Dienst der Mannschaft gestellt habe. Gerade diese Entwicklung sei für den 18-Jährigen auf seinem weiteren Weg entscheidend.
„Ich habe ihn heute gesehen. Ich weiß, wir denken an Tore, an die brillanten Dribblings – aber die Art und Weise, wie er sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, wie er hart gearbeitet hat, als Verteidiger agiert, den Ball zurückerobert und Druck ausgeübt hat. Das sind die Schritte, die Lennart Karl gehen muss, um sich weiterzuentwickeln. Und genau das wird er tun“, erklärte Eberl nach dem Spiel.
Damit rückte der Bayern-Boss bewusst nicht die Offensivaktionen des Talents in den Mittelpunkt. Karl war in der vergangenen Saison vor allem mit seinem Tempo, seinen Dribblings und seiner Torgefahr aufgefallen. Nach seiner langen Verletzungspause sucht er derzeit jedoch noch nach dieser Leichtigkeit.
Eberl hatte Karls Form zuletzt offen angesprochen
Die Worte nach dem Freiburg-Spiel sind auch deshalb bemerkenswert, weil Eberl den Leistungsstand des Youngsters wenige Tage zuvor noch offen thematisiert hatte. Nach dem Champions-League-Spiel gegen Arsenal hatte der Sportvorstand erklärt, dass Karl sein Topniveau derzeit noch nicht erreicht habe.
Ex-Bayern-Profi Markus Babbel zeigte sich anschließend überrascht darüber, dass Eberl die Form des Youngsters so öffentlich ansprach. Hinzu kamen Berichte, wonach auch intern genauer auf Karls sportliche Entwicklung und seine Außendarstellung geschaut wird.
Beim Sieg in Freiburg erhielt Karl nun wieder von Beginn an seine Chance. Auch wenn die ganz großen offensiven Momente ausblieben, war der Auftritt deutlich aktiver. In der FCBinside-Einzelkritik erhielt Karl für seine Leistung die Note 3. Er bereitete unter anderem eine Chance von Nathaniel Brown vor und war an der Entstehung des zweiten Bayern-Treffers beteiligt.

Für Eberl scheint jedoch vor allem entscheidend gewesen zu sein, dass Karl auch gegen den Ball Verantwortung übernommen hat. Genau diese Arbeit ist für junge Offensivspieler häufig der nächste Schritt, um sich dauerhaft einen Platz in einer Spitzenmannschaft zu sichern.
Dass der Sportvorstand nun ausdrücklich von Entwicklungsschritten spricht, zeigt zugleich, dass die Bayern weiterhin fest mit Karl planen. Die Erwartungen an den Youngster sind nach seinem Durchbruch enorm gestiegen. Der Auftritt in Freiburg war deshalb weniger eine Rückkehr zu den spektakulären Momenten der vergangenen Saison als vielmehr eine Reaktion auf eine andere Art: mit Einsatz, Defensivarbeit und Mannschaftsdienlichkeit.










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