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„Sehr ärgerlich" – bei Torfestival: HSV-Frauen geben Sieg aus der Hand
Nur die RauteNur die Raute·VonYannick Lassmann

„Sehr ärgerlich" – bei Torfestival: HSV-Frauen geben Sieg aus der Hand

Nach zwei Niederlagen am Stück sammelten die HSV-Frauen wieder Zählbares ein, haderten am Ende eines offenen Schlagabtausches mit Union Berlin aber dennoch mit dem Resultat.

Gleich dreimal gingen sie in Führung. Am Ende stand jedoch nur eine Punkteteilung zu Buche, da das spielstarke und im ersten Abschnitt noch an Keeperin Kinga Szemik verzweifelnde Union Berlin immer wieder eine Antwort fand. Aber der Reihe nach: Die HSV-Frauen erwischten vor 3.836 Fans im Volkspark einen Traumstart. Svea Stoldt gelang schon nach zehn Minuten mit einem abgefälschten Schuss aus 18 Metern die Führung. Kurz darauf erhöhte Camila Linberg mit einem traumhaften Freistoß ins rechte Eck auf 2:0 (15.).

Die Mehrzahl der Chancen besaßen jedoch die insgesamt satte 28 Torschüsse abgebenden Köpenickerinnen. Kurz vor dem Pausenpfiff von Schiedsrichterin Angelika Söder verkürzte Lia Kamber mit einer wunderbaren Direktabnahme – 2:1. Doch schon in der 49. Minute stellten die Gastgeberinnen den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Nach Foulspiel an Linberg gab es Elfmeter, den Stoldt über die Linie zitterte. Torhüterin Nadine Böhi war nämlich noch mit einer Hand am Ball dran.

Svea Stoldt HSV-Frauen
Foto: IMAGO

HSV-Frauen: Stoldt-Dreierpack langt nicht zum Sieg

Schon im direkten Gegenzug verkürzte die vollkommen unbedrängte Nele Bauereisen per Kopf auf 3:2. „Gerade die Minuten nach einem eigenen Treffer sind besonders wichtig, weil man dann noch einmal fokussierter sein muss. Das haben wir heute nicht gut genug hinbekommen und dem Gegner dadurch Chancen gegeben, im Spiel zu bleiben“, kritisierte die umtriebige Angreiferin Melanie Brunnthaler nach Spielende.

Sie musste in der 67. Minute auch mit ansehen, wie die Berlinerinnen infolge einer wunderbaren Kombination durch einen Flachschuss von Jill Janssens ausglichen – 3:3. Die Partie drohte komplett zu kippen. Die HSV-Frauen stemmten sich aber dagegen. Einer ihrer wenigen Umschaltmomente führte zu einem weiteren an Linberg verursachten Strafstoß, den Dreierpackerin Stoldt diesmal souverän zur neuerlichen Führung verwandelte – 4:3 (72.).

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Der zweite Heimsieg der Saison kam dennoch nicht zustande. Ausgerechnet die zuvor hervorragend aufgelegte Szemik verlor bei einer Flanke von der linken Seite die Orientierung, die eingewechselte Dina Orschmann erreichte vor ihr den Ball und köpfte zum 4:4-Endstand ein. „Dreimal in Führung zu gehen und am Ende trotzdem nur einen Punkt mitzunehmen, ist natürlich sehr ärgerlich. Wir sind mit dem 2:0 gut ins Spiel gestartet, haben dann aber immer wieder Gegentore kassiert, die nicht hätten sein müssen“, haderte Brunnthaler.

Schon am Samstag darf sie mit ihren Mitspielerinnen einen neuen Anlauf annehmen. Beide Teams treffen erneut im Volkspark aufeinander, und zwar im Rahmen des DFB-Pokal-Achtelfinals. Dementsprechend wird es definitiv einen Sieger geben.

Foto: IMAGO

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