Der HSV hat sich bei Mario Vuskovic für einen ungewöhnlichen Weg entschieden: Obwohl der Innenverteidiger nach seiner Dopingsperre noch kein Pflichtspiel absolvieren darf, ist seine Zukunft bereits über mehrere Klauseln geregelt.
Eine davon könnte schon in wenigen Wochen greifen. Dafür muss der Kroate nicht einmal auf dem Platz stehen. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, verlängert sich Vuskovics Vertrag automatisch bis Sommer 2028, sobald er erstmals zum Spieltagskader des HSV gehört. Ob Trainer Merlin Polzin den 24-Jährigen tatsächlich einsetzt, spielt dabei keine Rolle.
Hinzu kommt: Gelingt Vuskovic der Sprung zum Stammspieler, könnte sich sein Vertrag noch in dieser Saison um zwei weitere Jahre bis 2030 verlängern. Dafür muss der Abwehrmann eine festgelegte Anzahl an Bundesligaeinsätzen absolvieren, in denen er jeweils länger als eine Halbzeit auf dem Platz steht. Sollte er die erforderliche Zahl in dieser Spielzeit nicht erreichen, bleibt ihm dafür zudem die kommende Saison.

Auch ein Abstieg würde diese Vereinbarung nicht hinfällig machen. Maßgeblich sind Einsätze beziehungsweise Kadernominierungen im Liga-Spielbetrieb, Partien im DFB-Pokal zählen nicht.
Noch muss sich Vuskovic aber gedulden. Für das Pokalspiel gegen Eintracht Frankfurt am Dienstag (18.00 Uhr) ist er ebenso wenig spielberechtigt wie für die beiden folgenden Pflichtspiele. Am 15. November endet seine vierjährige Sperre. Dann soll er im Testspiel gegen seinen Heimatverein Hajduk Split erstmals wieder vor Zuschauern auflaufen. Eine Woche später steht das Nordderby bei Werder Bremen an. Dort bietet sich die erste Gelegenheit, tatsächlich in den HSV-Kader zurückzukehren.
Vertrag mit komplizierter Vorgeschichte
Das heutige Arbeitspapier wurde bereits 2024 vereinbart, nachdem der HSV den ursprünglichen Vertrag aus rechtlichen Gründen auflösen musste. Wegen des Dopingurteils war eine Fortzahlung des bisherigen Gehalts nicht mehr möglich. Auch eine etwaige Schadenersatzklage ließ der Verein nach juristischer Prüfung fallen. Stattdessen einigten sich beide Seiten auf einen stark leistungsbezogenen Anschlussvertrag, der Vuskovic eine Perspektive in Hamburg eröffnet.
Nun liegt es am Spieler, die positiven Eindrücke aus dem Training auch im Wettkampf zu bestätigen. Gelingt ihm das, könnte die erste Vertragsverlängerung schneller eintreten, als es die lange Sperre zunächst vermuten ließ.









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